Bei rund 15 Prozent der Corona-Infektionen im Landkreis Cuxhaven handelt es sich um die britische Virus-Variante. Foto: Arnold / dpa
Bei rund 15 Prozent der Corona-Infektionen im Landkreis Cuxhaven handelt es sich um die britische Virus-Variante. Foto: Arnold / dpa
Lagebericht

Corona-Ausbrüche in zwei Kitas und einem Altenheim im Kreis Cuxhaven

von Redaktion | 23.03.2021

KREIS CUXHAVEN. Der Corona-Inzidenzwert bleibt im Landkreis Cuxhaven auf einem gleichbleibend hohem Niveau. Währenddessen sind in zwei Kitas und einem Altenheim zahlreiche Personen infiziert worden.

Der Inzidenzwert für den Landkreis Cuxhaven stagniert seit einigen Tagen bei rund 80 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (aktuell 80,30). Am Montag hatte der Wert bei 81,80 gelegen.

Sorgen wegen Corona-Ausbrüchen

Drei Ausbruchsgeschehen, zwei in Kindertagesstätten - in Langen und, wie berichtet, in Hemmoor - und eines in einem Altenpflegeheim in Schiffdorf bereiten dem Landkreis derzeit Sorgen. In der Alteneinrichtung kam es trotz Zweitimpfung zur Infektion von mindestens neun Mitarbeitern und fünf Bewohnern. Für elf weitere Personen stehen die Ergebnisse aus PCR-Tests noch aus. Bei sechs Befunden wurde die britische Virus-Variante festgestellt. Weitere Sequenzierungen folgen.

Kita geschlossen

Die Kindertagesstätte am Nordeschweg in Langen wurde geschlossen, weil ein Kind sowie eine Mitarbeiterin der Einrichtung positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Der Vater des Kindes war zuvor an dem Coronavirus erkrankt. Die Labor-Befunde hätten ergeben, dass alle drei Personen von der britischen Variante B.1.1.7 betroffen seien, teilt der Landkreis mit. 39 Kinder und zehn Mitarbeitende hätten sich daraufhin in Quarantäne begeben müssen.

Große Test-Aktion in Langen

Das Gesundheitsamt veranlasste mit Unterstützung der Stadt Geestland am Sonnabend eine groß angelegte Testung in der Kita am Nordeschweg. Insgesamt 39 Personen - darunter Kinder, Eltern und Mitarbeiter - ließen sich freiwillig auf das Virus testen. Alle Tests lieferten negative Ergebnisse; zum Ende der Quarantänezeit werde eine erneute Testung vorgenommen. Die Kindertagesstätte öffne laut Landkreis erst am 6. April wieder.

Corona-Ausbruch in Heim

"Leider gibt es neben den Kindergärten noch ein weiteres Ausbruchsgeschehen in einer Seniorenpflegeeinrichtung in Schiffdorf, in der die Zweitimpfungen bereits am 8. März durchgeführt wurden", fügt Landrat Kai-Uwe Bielefeld hinzu. Dort sei zunächst eine Mitarbeiterin am darauffolgenden Sonnabend positiv getestet worden, dann hätten die Schnelltests von weiteren Mitarbeitenden und Bewohnenden positive Ergebnisse gebracht.

Nur milde Symptome

"Es ist bedauerlich, dass es trotz der erfolgten Zweitimpfung zur Infektion gekommen ist", so Landrat Kai-Uwe Bielefeld, "wobei der Impfschutz zum Zeitpunkt der Infektion vermutlich noch nicht zu 100 Prozent vorlag. Positiv zu bewerten ist jedoch der Umstand, dass nach Auskunft der Kolleginnen und Kollegen vom Gesundheitsamt fast alle Betroffenen, die bereits geimpft wurden, nur eine milde Symptomatik zeigen." Im Gegensatz dazu ergehe es der betroffenen Person ohne Impfung sowie einer weiteren infizierten Person mit Impfung "leider schlechter; beide befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. Dieser Fall bzw. Ausbruch gibt Grund zur Hoffnung wie Annahme, dass die Impfung zumindest den Verlauf der Erkrankung mildern kann, wenngleich eine Ansteckung nicht umfassend verhindert werden konnte."

15 Prozent britische Virusvariante

Die britische Virusmutation betrifft, laut Landrat Kai-Uwe Bielefeld, über sieben Tage betrachtet etwa 15 Prozent der Neuinfektionen im Landkreis.

Vier Neuinfektionen

Zum Dienstag wurden dem Gesundheitsamt vier Neuinfektionen mit dem Virus gemeldet - jeweils eine aus der Stadt Cuxhaven sowie den Gemeinden Hemmoor, Loxstedt und Schiffdorf. 321 Personen sind derzeit akut infiziert. Sieben Personen werden stationär versorgt, davon drei intensivmedizinisch.

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