Corona-Fall an Oberschule Dorum: Drei Klassen müssen zuhause bleiben
DORUM. In der Oberschule Dorum hat es einen Corona-Fall gegeben. Drei Klassen dürfen seit Freitag nicht am Unterricht teilnehmen.
"Eine Mitarbeiterin unserer Schule hat sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert", bestätigte Schulleiterin Henrike Hallmann auf Nachfrage unseres Medienhauses. "Da die Kollegin jedoch bereits vor einigen Tagen leichte Symptome zeigte, ist sie seit Anfang der Woche vorsorglich gar nicht erst in die Schule gekommen." Bei der Mitarbeiterin, die nach Angaben des Landkreises Cuxhaven in Bremerhaven wohnt, handele es sich nicht um eine Reiserückkehrerin.
Mitarbeiterin der Oberschule Dorum mit Corona infiziert
Die Mitarbeiterin habe sich auf das Coronavirus (Covid-19) testen lassen. "Das positive Test-Ergebnis liegt seit dem späten Donnerstagnachmittag vor", sagte Hallmann. Sie habe sofort gemeinsam mit den Gesundheitsämtern in Bremerhaven und des Landkreises Cuxhaven alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen. "Die Kollegin war am vergangenen Montag in der Schule und hatte Kontakt zu drei Schulklassen, die nun auf Anweisung des Gesundheitsamtes vorsorglich alle zuhause bleiben."
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Drei Klassen bleiben zuhause
Davon betroffen sind drei Klassen aus den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10. Zudem bleiben auch vier Mitarbeiter der Schule zuhause. Sie alle sollen nach Landkreis-Angaben noch gestern auf das Coronavirus (Covid-19) getestet worden sein. Darüber hinaus müssen nach Bielefelds Angaben zunächst keine weiteren Personen zu Hause bleiben. "Eltern und Geschwisterkinder der betroffenen Schülerinnen und Schüler können in die Schule, den Kindergarten oder zu ihrer Arbeitsstelle gehen." Von den Testergebnissen hänge ab, ob möglicherweise weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen und welche Folgen dies auf den Unterrichtsbetrieb der Schule hat.
Unterricht findet regulär statt
"Alle Schülerinnen und Schüler der drei Klassen sowie die vier Lehrkräfte gehören zu der Kontaktgruppe der Infizierten, weshalb für sie eine 14-tägige Quarantäne angeordnet wurde", berichtet Kirsten von der Lieth vom Landkreis Cuxhaven. Dies sei unabhängig vom Ausgang der Testergebnisse. "Bei niemandem aus diesem Personenkreis gibt es bislang einen Verdachtsfall", betont von der Lieth. In allen übrigen Klassen soll der Unterricht nach Angaben von Schulleiterin Hallmann bis auf Weiteres regulär fortgesetzt werden.
Kritik von Eltern in sozialen NetzwerkenMehrere Eltern kritisierten in sozialen Netzwerken die aus ihrer Sicht unzureichende und zum Teil widersprüchliche Informationspolitik seitens des Gesundheitsamtes und der Schule. Dem widersprechen Bielefeld und Hallmann: "Wir haben sofort alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet und bis spät abends alle betroffenen Schülerinnen und Schüler informiert, auch mit der Elternbeiratsvorsitzenden habe ich schon telefoniert", sagte Hallmann. Und auch Bielefeld betont: "In enger Abstimmung mit der Schulleitung wurden Sofortmaßnahmen veranlasst." Zudem arbeite das Gesundheitsamt auch weiterhin in enger Abstimmung mit dem Schulamt des Landkreises, der Schulleitung und der Landesschulbehörde zusammen.
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