Corona-Krise in Cuxhaven: So halten sich die Menschen an das Strand-Verbot
CUXHAVEN. Seit Donnerstag sind die Cuxhavener Strände für alle Auswärtigen - das heißt, alle Menschen ohne ersten Wohnsitz in Cuxhaven - gesperrt.
Allenfalls zu zweit, in größeren Gruppen nur im Familienkreis, dürfen nur Einheimische (nur Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Cuxhaven, auch nicht aus dem Landkreis) über Promenaden und Strände schlendern. Das wird kontrolliert. Die meisten Spaziergänger zeigen sich einsichtig. Immer öfter sind unter ihnen Passanten mit Mundschutz zu sehen, auch Kinder.
Freiwillige patrouillieren
Oberbürgermeister Uwe Santjer hob am Sonnabend bei einer Lagebesprechung am Strand die hervorragend laufende Kooperation von Stadt, Kurverwaltung und Polizei hervor. Freiwillige der Facheinheit IuK (Information und Kommunkation) im Katastrophenschutz der Stadt Cuxhaven teilten sich die Kontrolle der Promenaden mit einem von der Kurverwaltung beauftragten Sicherheitsdienst; zusätzlich kontrollierte die Polizei wie überall in Cuxhaven auch die Strände.
Schilder an den Wegen
"Die Parkplätze sind leer, es sind nur wenige auswärtige Kennzeichen zu sehen und die Leute benehmen sich anständig", so die übereinstimmende Erfahrung. Schilder an Strandaufgängen, Wegen und Parkplätzen weisen auf die Strandsperrung hin.
Die Brisanz der Lage
Oberbürgermeister Uwe Santjer hatte die Sperrung bewusst schon am Donnerstag ausgesprochen, um auch Touristen aus weiter entfernten Städten rechtzeitig davon abzuhalten, die Fahrt nach Cuxhaven anzutreten. Santjer erinnert noch einmal eindringlich an die Brisanz der Lage.
Sorge um medizinische Versorgung
Er könne es dem Cuxhavener Krankenhaus, das sich in der laufenden Corona-Krise auf die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger aus Cuxhaven und dem Kreisgebiet konzentrieren müssen, nicht zumuten, auch noch die Versorgung von Ostergästen mit all ihren möglichen Notfällen zu übernehmen. "Und das sind in anderen Jahren schon mal 60.000 Gäste gewesen." Das hätte auch eine gefährlich hohe Ansteckungsgefahr bedeutet.
Die Zeit anhalten
Die Sperrung sei laut Santjer nicht populär und nicht schön, aber "je restriktiver wir jetzt vorgehen, desto schneller ist diese Situation vorbei. Wir müssen die Zeit anhalten und zusammen innehalten." Für Schlupflöcher sei jetzt kein Platz.
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