Einige Kabinen auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" sind noch belegt. Aber etwa die Hälfte der Besatzungsmitglieder haben bereits die Heimreise angetreten. Foto: Reese-Winne
"Große Herausforderungen"

Cuxhaven: Zahlreiche Crew-Mitglieder haben "Mein Schiff 3" verlassen

15.05.2020

CUXHAVEN. Die Deutsche Seemannsmission hat ihren Einsatz auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" weitgehend beendet. 

"Dieser Einsatz war eine große Herausforderung für uns und wir sind froh, dass alles so gut gelaufen ist", sagte Seemannsdiakon Martin Struwe. Demnach war die Organisation mit sechs Personen vor Ort, weitere Mitarbeitende unterstützten die Arbeit und sorgten etwa für Nachschub an Telefonkarten.

Angespannte Situation

"An dem länger als eine Woche dauernden Großeinsatz nahmen Mitarbeitende der Deutschen Seemannsmission aus Cuxhaven, Bremerhaven, Stade und Hamburg sowie weitere Aktive des weltweiten Netzwerks der Deutschen Seemannsmission teil, beispielsweise aus Alexandria und Hong Kong", hieß es in einer Mitteilung der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Demnach war die Situation an Bord anfangs sehr angespannt. Das Team habe dann systematisch eine Beratung für die Schiffsführung aufgebaut. "Für die Seeleute an Bord sowie für die mit dem Coronavirus Infizierten im Krankenhaus wurde regelmäßige Betreuung organisiert", hieß es.

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Seit zweieinhalb Wochen in Cuxhaven

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. Wochenlang waren rund 2900 Besatzungsmitglieder von verschiedenen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte an Bord. Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Wegen der Reisebeschränkungen war es lange nicht möglich, Crewmitglieder in ihre Heimatländer zu fliegen.

Hälfte der Besatzung noch an Bord

Inzwischen konnte ein Teil von ihnen nach Hause reisen. Am Donnerstag waren nach Angaben einer Tui-Cruises-Sprecherin noch 1557 Personen an Bord. Ihr zufolge arbeitet der Konzern daran, allen eine baldige Rückreise zu ermöglichen. "Wir haben weiterhin große Herausforderungen, da manche Länder ihre eigenen Landsleute nicht einreisen lassen - aktuell ist das zum Beispiel Nicaragua", sagte Sprecherin Godja Sönnichsen. Nach Angaben der Kirche werden die an Bord verbliebenen Menschen sowie die Patienten im Krankenhaus weiter durch die Seemannsmission betreut. (dpa)

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