Kerstin Schade (vorderes Feld, l.) und ihre Doppelpartnerin Juliane Frost gewannen bei der EM in Spanien gegen Engländerinnen. Foto: privat
Kerstin Schade (vorderes Feld, l.) und ihre Doppelpartnerin Juliane Frost gewannen bei der EM in Spanien gegen Engländerinnen. Foto: privat
Badminton

Cuxhavenerin bei der EM in Spanien dabei

von Frank Lütt | 24.10.2018

GUADALAJARA. Die Cuxhavenerin Kerstin Schade hat bei der Badminton-Europameisterschaft der Altersklassen erfolgreich teilgenommen. 

Die Cuxhavenerin Kerstin Schade hat bei der Badminton-Europameisterschaft der Altersklassen erfolgreich teilgenommen. Mit ihrer Doppelpartnerin Juliane Frost erreichte sie immerhin die Runde der 16 besten Doppel.

Bereits im Mai hat sich die 38-jährige Kerstin Schade im Doppel in der Altersklasse O35 mit ihrer um zwei Jahre jüngeren Doppelpartnerin Juliane Frost aus Hamburg bei der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Bei den nationalen Titelkämpfen im saarländischen Völklingen schied das norddeutsche Doppel im Viertelfinale gegen die späteren Meister aus. Dennoch hatten sie mit ihrer Platzierung das Spanien-Ticket gelöst.

Schade spielt für Blau-Gelb Cuxhaven Badminton, allerdings ist sie für Lüneburg in der Niedersachsen-Bremen-Liga aktiv. Ihre Hamburger Partnerin ist im Team Grasdorf. Um das Zusammenspiel zu verbessern, trafen sich die beiden Frauen sozusagen auf dem halben Weg zum gemeinsamen Training. In Buxtehude bereiteten sie sich auf ihren internationalen Auftritt vor.

Die EM hat nun im spanischen Guadalajara in der Nähe von Madrid stattgefunden. Deutschland war mit 180 Teilnehmern im Team die am stärksten vertretene Nation. Der gesamte Ablauf und die Atmosphäre beeindruckten die Cuxhavenerin. Ihr EM-Debüt gaben die beiden gleich am ersten Turniertag gegen die Engländerinnen Kelly Fairey und Claire Harrison. In einem starken und spannenden Spiel besiegten die Norddeutschen ihre Gegnerinnen nach 35 Minuten mit 18:21, 21:13 und 21:19.

Nicht nur wegen des knappen Verlauf war dieses Match heiß. In Guadalajara herrschten sehr hohe Temperaturen. "Es war sehr heiß und dann fliegen die Bälle ganz anders. Je wärmer es ist, desto schneller sind die Bälle", berichtete Kerstin Schade. Hinzu kam noch der Einsatz von Klimageräten, der auf so manch einem Court in der Halle für leichten Wind sorgte.

Das folgende Achtelfinale gegen die beiden Französinnen Helene Dijoux und Audrey Petit fand am Abend statt. Das Doppel Schade/Frost musste sich hier in zwei Sätzen geschlagen geben. Das französische Doppel war aber auch von besonderer Qualität, es hat im Halbfinale nur knapp gegen die späteren Sieger aus Schweden verloren. "Für uns war die Teilnahme schon ein Erfolg. Die Freude war natürlich noch größer, als wir ein Spiel gewonnen hatten."

Für alle Daheimgebliebenen wurden die Spiele größtenteils im Internet live übertragen. So konnte auch hier mitgefiebert werden. Es war eine tolle Premiere für Kerstin Schade und Juliane Frost und sie hoffen auf eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Polen. Dafür müssen sie sich aber wieder erst über die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. 

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