Neustart in Altenbruch:

"Deutsches Haus" hat neuen Besitzer

09.01.2016

ALTENBRUCH.  Unkraut vor dem Eingang, heruntergelassene Jalousien, Unrat auf dem Gehweg und ein vollgestopfter Mülleimer, eine einsturzgefährdete Bühne auf der Rückseite – das traditionsreiche Hotel „Deutsches Haus“ in Altenbruch hat schon bessere Tage gesehen. Nach einer mehr als zweijährigen Phase von „Pleiten, Pech und Pannen“ könnte es aber jetzt wieder aufwärtsgehen.

 Der glücklose Albert Eskenazy, Unternehmer aus Essen, hat das Haus soeben wieder verkauft. Der Kaufvertrag wurde Donnerstag unterschrieben. Neuer Besitzer ist Harald Neese, 54 Jahre alter Bauunternehmer aus Hemmoor.

Er und seine Ehefrau wollen das Traditionshaus dem Vernehmen nach in der bisherigen Form als Gaststätte und Hotel weiterführen. Sie sollen die Immobilie im Ortskern zu einem Schnäppchenpreis erworben haben, nachdem das Haus Mitte Dezember zu einem Festpreis von 390.000 Euro vom Eigentümer zum Verkauf angeboten worden war.

Stadt wollte das Haus nicht kaufen

„Der Kaufvertrag ist unterschrieben und gültig geworden, nachdem die Stadt auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet hat“, erklärte Steuerberater Günter Prill am Freitag auf Nachfrage. Der Altenbrucher hatte sich nach dem Tod von Gastronom Erhard Holthusen im Oktober 2013 um die Nachlassangelegenheiten gekümmert.

Ortsbürgermeister Jörg-Heinrich Ahlemeyer (CDU) begrüßt die Entwicklung außerordentlich. „Für Altenbruch ist das eine bombige Sache“, so Ahlemeyer. Nach seiner Einschätzung ist der Betrieb für den Ort von großer Bedeutung. „Wir haben uns nie um ein Dorfgemeinschaftshaus bemüht, weil wir all die Jahre das Deutsche Haus hatten. Dort haben alle größeren Veranstaltungen, Feste und Bälle stattgefunden. Ich bin heilfroh, dass mit Herrn Neese nun ein neuer Eigentümer gefunden wurde“, sagte Ahlemeyer. Wichtig sei nun, dass auch der Saal so schnell wie möglich wieder in Betrieb genommen wird. „Der fehlt uns und den Vereinen am meisten“, so Ahlemeyer. Der Ortsbürgermeister hofft, dass sich der Betrieb gut entwickelt und bald wieder zu einer festen Größe im Ort wird. Am 1. April soll die Eröffnung sein. Während sich auf der einen Straßenseite eine positive Entwicklung abzeichnet, droht auf der anderen Seite ein neuer Leerstand.

„Aus“ für den Dorfladen

Nach Auskunft Ahlemeyers will die Inhaberin des Dorfladens, Jutta Rüsch, aus gesundheitlichen Gründen das Lebensmittelgeschäft und die dazugehörende Änderungsschneiderei voraussichtlich zum 31. März aufgeben. Für den kleinen Laden werden nun Nachfolger gesucht.

Von Thomas Sassen

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