"Die Kunst und das Wattenmeer"

02.07.2010

NEUHAUS. "Die Kunst und das Wattenmeer" heißt die Sommerausstellung 2010 der Karl Otto Matthei-Gesellschaft, die am Sonntag, 4. Juli, um 15 Uhr im Historischen Kornspeicher in Neuhaus eröffnet wird. Gezeigt werden Bilder alter Meister und junger Künstler.

Karl Otto Matthaei und seine Künstlerfreunde wie Carl Langhein und Carlos Grete aus der Künstlerkolonie Duhnen, aber auch die ost- und nordfriesischen Künstler auf den Inseln haben den ästhetischen Reiz des Wattenmeeres und der Nordseeküste entdeckt und dargestellt, lange bevor der ökologische Wert der einmaligen Landschaft erkannt wurde. Die Duhner Maler schufen mit ihren Bildern unvergängliche Dokumente und prägten unser heutiges Naturverständnis ebenso wie die Dichter ihrer Zeit, Hans Leip und Rainer Maria Rilke.

Die Ausstellung verdeutlicht, dass die Künstler die geistig-kulturellen Wegbereiter des Weltnaturerbes Wattenmeer waren. In den norddeutschen Künstlerorten fand nicht nur die Suche nach ursprünglichen Landschaften, sondern stets auch das Engagement für deren Erhaltung statt. So haben die Bardowicker Künstler mit Hugo Friedrich Hartmann sich für die Heide eingesetzt, Poppe Folkerts auf Norderney für den alten Baumbestand hinter den Dünen. Im Schleusenhaus findet der Besucher ausgewählte Bilder von Claus Bergen (1885-1964), Kurt Bonnet (1911-1971), Poppe Folkerts (1875-1949), Ernst Gock (1869-1957), Carl Langhein (1872-1941), Karl Otto Matthaei (1863-1936), Willi Oltmanns (1905-1979) und Paul Spötter (1904-1951).

Das Biotop Wattenmeer steckt voller Wunder und Geheimnisse - das zeigen die Gegenwartskünstler in Gemälden, Grafiken und Fotografien. Doch auch hier gibt es nicht nur den romantisierenden Blick, ebenso thematisiert wird die Bedrohung des Weltkulturerbes Norddeutsches Wattenmeer durch wirtschaftliche Interessen. Von der Jury ausgewählt wurden Bilder, Fotos und Objekte von Raimund Adametz, Wolfgang Brunn, Arthur Dieckhoff, Swantje Eck, Eva Effinger-Harenberg, Lilly Grote, Petra Hempel, Anja Kalenbach, Ursula Kirchberg, Almut Kirschstein, Ulrich Kirschstein, Heini Linkshänder, Elke Loewe, Armin Maywald, Raimund Pallusseck, Heidi Poser-Waller, Elke Rehfinger, Brigitta von Richmar, Babette Salewski, Anja Seelke, Wolf-Dietmar Stock, Gun Streland, Till Warwas, Hagen Zielke und Werner Zöhl.

Neben den sonntäglichen Führungen erwartet ein großes Ausstellungsprogramm sein Publikum:

Zur Eröffnung am kommenden Sonntag um 15 Uhr sprechen Elke Loewe, Georg Martens, Wolf-Dietmar Stock und Carlo von Bernem. Für die musikalische Begleitung sorgt Anne Wiemann aus Hamburg.

Am 1. August findet um 15 Uhr eine Bilderreise nach Scharhörn mit Kurt Eisermann statt.

Eine lustvolle fotografische Wattwanderung führt Armin Maywald am 22. August um 15 Uhr im Kornspeicher Neuhaus durch.

Am 26. September findet um 15 Uhr in der Festhalle Neuhaus die Finissage statt. Anne Wiemann spielt musikalische Improvisationen zu Rainer Maria Rilkes Wattgedicht "Die Insel". Reinhold Friedl liest aus seinen Büchern. Die diesjährige Fleckenmalerin wird vorgestellt. Bei der Finissage wird auch das Wattenbuch vorgestellt, herausgegeben von Elke Loewe und Wolf-Dietmar Stock.

Bereits eine Woche vor der Ausstellung läuteten zehn Neuhäuser und Geversdorfer Kinder im Rahmen einer Ferienpassaktion die Wattmalerei ein. Der gesamte Vorstand und die Schriftstellerin Elke Loewe beteiligten sich daran als Organisatoren oder Anleiter. Wegen des strahlenden Wetters bat die Schriftstellerin, die seit letztem Jahr in Geversdorf wohnt, die Kinder auf dem Deich vor dem Hafen Platz zu nehmen, um den Geschichten und Sagen aus ihrem Buch "Ebbe und Flut" zu lauschen. Dabei beeindruckte die Geschichte vom großen Krebs, der alle zwölf Stunden seine Riesenhöhle verlässt, die Kinder besonders. Die Kinder malten ausnahmslos zu dieser Geschichte gelungene Bilder, die in der dreimonatigen Ausstellung im Kornspeicher zu sehen sind.

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