100 Achtklässler der Realschule Cuxhaven auf den Spuren der heimischen Fischwirtschaft unterwegs. Foto: Christina Haas
Schülerprojekt

Digitale Erlebnisrallye im Cuxhavener Fischereihafen

von Redaktion | 01.06.2022

CUXHAVEN. Eine Chill-out-Strandbar, ein Kletterpark über das Hafenbecken, Tauchmöglichkeiten, Schiffsfahrten für Jugendliche und viele andere kreative Ideen hatten die Achtklässler der Realschule Cuxhaven, wie der Alte Fischereihafen auch für ihre Altersgruppe attraktiv umgestaltet werden könnte.

Dass man dabei aber noch erkennen solle, wofür er früher genutzt wurde und auch die Fischereifahrzeuge stark im Fokus bleiben sollen, darüber waren sich alle einig. Insgesamt 100 Schülerinnen und Schüler aus vier Parallelklassen erkundeten den Alten und Neuen Fischereihafen in den vergangenen zwei Wochen im Rahmen einer digitalen, multimedialen Rallye zur Cuxhavener Fischwirtschaft.

Das Bildungsangebot der Universität Vechta wird in Zusammenarbeit mit dem Wrack- und Fischereimuseum "Windstärke 10" durchgeführt. Dabei entdeckten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen, was Cuxhaven als Fischereistandort auszeichnet, wie das Hafengebiet aufgebaut ist und welche Berufe die maritime Wirtschaft bietet.

Regionale Wirtschaft mit allen Sinnen erfahren

Für einige Schüler war es das erste Mal, das sie im Hafengebiet unterwegs waren. "Uns ist es wichtig, den Jugendlichen das Hafenareal und die regionale Wirtschaft mit allen Sinnen erfahrbar und erlebbar zu machen", betont die Museumsmitarbeiterin Susanne Riedel, die das Programm betreut.

Dass die jungen Leute bei der Erkundung ihre eigenen Ideen und Meinungen einbringen können, wie zu den Modernisierungsplänen, und dabei auch digitale Medien nutzen können, wirkt besonders motivierend, findet Christina Haas, Klassenlehrerin der 8 e.

Erlebnisorientiertes Lernen

"Schülerinnen und Schülern haben so die Möglichkeit, Partizipation vor Ort im Kleinen zu erproben", sagt Annemarie Castillo, die das Projekt an der Universität Vechta koordiniert. "Das handlungs- und erlebnisorientierte Lernen vor Ort in der eigenen Region zu einem Thema wie der Fischwirtschaft mit regionalwirtschaftlich großer Bedeutung stärkt zudem die regionale Identifikation und zeigt Berufsmöglichkeiten in der Region auf", so Castillo.

Viele Ideen für weitere Zusammenarbeit

Die Realschule Cuxhaven war 2019 die erste Schule, die das Bildungsangebot erprobt hat. "Es gibt viele Ideen für die weitere gemeinsame Zusammenarbeit", freuen sich Haas und Castillo.

Das außerschulische Bildungsangebot ist Teil des von EU-Geldern geförderten Projektes "Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft", das Kinder und Jugendliche in der Region niedersächsische Nordseeküste authentisch und erlebnisorientiert über die Fischwirtschaft vor Ort informiert.

Die außerschulischen Bildungsangebote u.a. in Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven richten sich insbesondere an die Klassen 5 bis 10 aller Schulformen. Die Kosten für die Durchführung werden von Projektmitteln übernommen. (red/jp)

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