Nerven aus Stahl: Kathrin Nieder verwandelte den entscheidenden Siebenmeter zum Sieg in Bremen. Direkt danach war die Partie beendet. Archivfoto: Unruh
Nerven aus Stahl: Kathrin Nieder verwandelte den entscheidenden Siebenmeter zum Sieg in Bremen. Direkt danach war die Partie beendet. Archivfoto: Unruh
Handball

Drama für Altenwalder Handballerinnen: Siegtreffer in der letzten Sekunde

26.04.2022

BREMEN/ALTENWALDE. Es war spannend bis zum Schluss: Am Ende entschied ein Tor in der allerletzten Sekunde über den Ausgang des Auswärtsspiels der Altenwalder Handballerinnen.

Die Altenwalder Handball-Damen feiern einen weiteren Achtungserfolg in der Landesliga. Mit einem kleinen Kader setzten sich die TSVerinnen mit 26:25 beim favorisierten HC Bremen durch. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff spannend.

Mit nur zehn Spielerinnen reiste der Tabellenfünfte aus Altenwalde zu den einen Rang höher platzierten Bremerinnen. Doch die Einstellung stimmte von Beginn an bei den Gästen. Die Abwehr stand sofort gut und Maria Nitz im Tor zeigte sich umgehend präsent.

Offensive Abwehr setzt Altenwalde zu

Bremen versuchte es in der Verteidigung mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr. Doch die Altenwalder Offensive hatte sich gut auf das System eingestellt. "Wir arbeiteten lauf- und kraftintensiv dagegen an", freut sich Trainerin Katrin Hinck. Lediglich das vom Gegner benutzte Haftmittel habe ihrer Mannschaft in der ersten Hälfte Probleme bereitet. Dadurch seien einige technische Fehler passiert, die aber durch eine gute Abwehrarbeit inklusive Torfrau kompensiert werden konnten.

Dann stellten die Gastgeberinnen auf eine defensive 6:0-Abwehr um - was den Altenwalderinnen weiter entgegenkam. "Wir kamen besser ins Spiel und es war nicht mehr so kräfteraubend", fasst Trainerin Hinck zusammen.

Schon die erste Halbzeit verlief enorm ausgeglichen. Nach einer frühen 4:1-Führung für Bremen, glichen die Altenwalderinnen zum 4:4 aus. Anschließend konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. So ging es mit einem hauchdünnen Ein-Tor-Vorsprung (12:11) für Altenwalde in die Pause.

Ähnliches Bild in Halbzeit zwei

Die zweite Halbzeit gestaltete sich vom Spielverlauf her ähnlich. Bremen versuchte es jetzt wieder mit einer robusten 3:2:1-Abwehr, was dem kleinen Kader der Altenwalderinnen die Kräfte raubte. Mit viel Laufarbeit und Zug zum Tor versuchten die Gästespielerinnen, die Abwehr zu überwinden. Mit dieser Taktik konnten sich die Gäste sogar etwas absetzen. Bis zur 50. Minute erkämpften sich die TSVerinnen durch drei Tore von Eileen Prinzler und Kim Hannawald eine 22:19-Führung. Doch dann schwanden den Gästespielerinnen allmählich die Kräfte. Der kleine Kader machte sich bemerkbar.

Die Bremerinnen gingen in doppelte Manndeckung gegen Kim Hannawald und Aranka Meloni. Die Gäste konnten die Führung nicht halten - trotz großen Kampfes, wie Trainerin Hinck betont.

Torhüterin hält stark gegen Bremerin

Bremen glich in der 59. Minute zum 24:24 aus, hatte anschließend sogar die Chance, kurz vor Schluss in Führung zu gehen. Doch die Gastgeberinnen vergaben in ihrem letzten Angriff einen freien Wurf vom Kreis: TSV-Torhüterin Maria Nitz parierte stark. Im letzten Angriff des Spiels fasste sich Kim Hannawald dann erneut ein Herz und tankte sich durch die Abwehr. Die Altenwalderin war nur noch mit einem Foul zu stoppen.

So erhielten die Gäste mit der letzten Aktion der Partie die Chance zum Sieg: Den fälligen Siebenmeter verwandelte die nervenstarke Kathrin Nieder, die fünf ihrer sechs Siebenmeter-Versuche einnetzte, zum 25:24-Auswärtssieg. Direkt danach war Schluss.

TSV-Trainerin Hinck freute sich anschließend über "eine unglaubliche, kämpferische Mannschaftsleistung" ihres kleinen Kaders - erneut gegen einen Favoriten, wie sie betonte. Ihre Spielerinnen hätten bis an ihre Grenzen gehen müssen. Die Trainerin lobte: "Die Mädels können stolz auf sich sein."

TSV-Damen im Einsatz:

Maria Nitz (im Tor), Laura Kühne, Kim Ayleen Hannawald (7 Tore), Verena Schneider (2), Greta Herzog (1), Aranka Meloni (4), Lisa-Marie Brand (2), Eileen Prinzler (2), Lena Thiele (2), Kathrin Nieder (5).

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