Fußball

Drochtersen/Assel steht im DFB-Pokal

04.04.2018

DROCHTERSEN. Die Sensation ist perfekt: Die SV Drochtersen/Assel besiegte am Dienstagabend im Halbfinale des Fußball-Niedersachsenpokals den großen Favoriten VfL Osnabrück (3. Liga). Nach regulärer Spielzeit stand es 0:0. In einem dramatischen Elfmeterschießen setzten sich die Kehdinger schließlich durch. (jl)

Was für ein Spiel! Was für eine Dramatik! Was für eine Stimmung! Was für eine taktische Leistung des Trainers. Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel besiegte den VfL Osnabrück vor rund 2.000 Zuschauern nach Elfmeterschießen mit 7:6, schafft zum zweiten Mal den Einzug in der DFB-Pokal, der 115.000 Euro in Runde eins bringt. D/A-Präsident Rigo Gooßen hoffte vor der Partie auf das „Wunder von Drochtersen“. Das trat ein. Nach 90 spannenden Minuten stand es 0:0 – auch dank des überragende D/A-Torhüters Philipp Kühn, der im anschließenden „Elfmeter-Krimi“ zum Pokal-Helden avancierte. Der Keeper hielt drei Strafstöße – auch den letzten von Osnabrücks Steffen Tigges. Zuvor hatte Laurens Rogowski das Leder versenkt – und wurde wie die gesamte Elf frenetisch von den Fans gefeiert. „In Halbzeit eins hatten wir den Plan, dass sich der Gegner müde läuft. Die zweite Halbzeit haben wir offen gestaltet. Wir haben nach dem Wechsel vorne Nadelstiche gesetzt“, so das Resümee des überglücklichen Trainers Enrico Maaßen. Er sei unwahrscheinlich stolz auf seine Crew. Das war auch D/A-Boss Gooßen. “Die Jungs sind Mentalitätsbestien. Sie haben Respekt gehabt, aber keine Angst.“ VfL-Cheftrainer Thioune analysierte die Partie bei der Pressekonferenz im Innenraum des Kehdinger Stadions fair und sachlich. „Glückwunsch an Drochtersen. Wenn man sich so reinhaut, hat man es verdient zu gewinnen. Wer im Elfmeterschießen drei Matchbälle vergibt, nachdem man es vorher nicht geschafft hat, genug Druck für ein Tor aufzubauen, muss sich über die Niederlage nicht wundern.“ Und ließ keinen Zweifel daran zu, dass er für den Fehlschuss von Ahmet Arslan kein Verständnis hat. Wörtlich: „Man kann einen Elfmeter verschießen – aber nicht so. Das war fahrlässig.“ Der Ex-HSV II - Kicker konnte alles klar machen, lupfte den Ball lässig in die Mitte des Tores. Für Keeper Kühn kein Problem. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, so der Ex-Profi von RW Oberhausen und SV Sandhausen, „Wir hatten uns gut auf das Elfmeterschießen vorbereitet. Ich wusste, dass es sich bei Arslan lohnt, stehenzubleiben.“ Seine Profilaufbahn begann Kühn übrigens in Ahlen. Der Co-Trainer damals: Daniel Thioune. „Das Finale um den Niedersachsen-Pokal findet am Pfingstmontag statt. Gegner der Kehdinger ist dann Jeddeloh. Der Austragungsort wird durch Los bestimmt.

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