Die BBS Cadenberge haben ein E-Teaching-Konzept entwickelt, das eine wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden ermöglicht. Foto: IHK Stade / Hensel
Die BBS Cadenberge haben ein E-Teaching-Konzept entwickelt, das eine wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden ermöglicht. Foto: IHK Stade / Hensel
Auszeichnung für Projekt

E-Teaching: BBS Cadenberge sind "Digitaler Ort Niedersachsens"

25.01.2020

CADENBERGE. Das E-Teaching-Projekt wurde ausgezeichnet: Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Cadenberge sind jetzt "Digitaler Ort Niedersachsens".

Niedersachsens Staatssekretär für Digitalisierung, Stefan Muhle, hat die BBS Cadenberge mit dem Titel "Digitaler Ort Niedersachsen" ausgezeichnet. Die Berufsbildende Schule erhält die Anerkennung für ihr Projekt "E-Teaching".

Konzept in der Testphase

In den BBS Cadenberge wird am Berufsschulunterricht der Zukunft gearbeitet. "E-Teaching" nennt sich das Projekt, das der Lehrer Harald Forthaus federführend entwickelt hat. Noch befindet sich das Konzept in der Testphase, doch wenn es nach Harald Forthaus und Schulleiter Ansgar Cudok geht, dann könnte das Angebot schon bald zum schulischen Standardrepertoire in der Fläche gehören.

Nur eine Ergänzung

Cudok spricht von einem "Paradigmenwechsel" und einem "Meilenstein", betont aber auch, dass es sich lediglich um eine Ergänzung zum bestehenden Unterricht handelt. Ein reines E-Teaching sei nicht vorgesehen. "Eine Ausbildung kann niemals nur mit diesem Instrument geleistet werden", erklärt der Schulleiter.

Idee ist nicht neu

Die Idee des ortsunabhängigen Lernens ist nicht neu. In großflächigen Ländern wie Kanada wird das sogenannte E-Learning schon seit längerer Zeit praktiziert. Mit moderner Technik erreichen die Schulen noch so entfernte Winkel, unabhängig von Zeit und Distanz.

Unterricht auf zwei Bildschirmen

Hier setzen Projektleiter Harald Forthaus und seine Mitstreiter an: Über ein Videokonferenzsystem wird der Lehrer in Cadenberge live in einen Gruppenraum an einem anderen, für bestimmte Schüler leichter erreichbaren Ort übertragen. Über zwei Bildschirme hält er seinen Unterricht ab: Auf dem einen ist die Lehrkraft zu sehen, auf dem anderen das Unterrichtsmaterial.

Gesamte Klasse im Blick 

Umgekehrt kann der Lehrer über einen Bildschirm die gesamte Klasse im Blick behalten und auch heranzoomen. Nicht nur Frontalunterricht, sondern auch Gruppenbetreuung, Schülervorträge und Klassenarbeiten sind mit Hilfe der modernen (und nicht ganz günstigen) Videotechnik möglich.

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