Einsatzkräfte übten Ernstfall in Cadenberge
CADENBERGE. Eingeklemmte Person, sofort ausrücken: Ein täuschend echtes Szenario bot sich den Einsatzkräften am Montagabend, als sie für den Ernstfall trainierten. (jl)
Um 19.08 Uhr ging der Notruf bei der Rettungsleitstelle Bremerhaven ein: Schwerer Verkehrsunfall in der Gewerbestraße Cadenberge. Der Fahrer eines VW Polo sei mit hoher Geschwindigkeit durch die Gewerbestraße gerast und habe dabei einen Fahrradfahrer umgefahren. Anschließend sei er mit seinem Auto auf der Seite liegend im tiefen wasserführenden Graben gelandet. Die schwer verletzte Person sei im Fahrzeug eingeklemmt.
Dieser Übung standen die Freiwillige Feuerwehr Cadenberge und der in Cadenberge stationierte Regelrettungsdienst gegenüber. Die Notfalldarstellung der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes Nordleda schminkte die „Verletzten“. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung traf das erste Feuerwehrfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Kurz darauf weitere Fahrzeuge und der Regelrettungsdienst. Umgehend kümmerten sich die Einsatzkräfte um den Fahrradfahrer. Die Feuerwehr befreite den eingeklemmten Autofahrer, nachdem sie die Tür und die Heckklappe entfernt hatte.
Die Feuerwehr hatte eine Rettungsbühne im Graben hinter dem Fahrzeug aufgebaut. Mit einem Spineboard wurde der Verletzte nach einer halben Stunde aus seinem Fahrzeug befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Außerdem suchten die Einsatzkräfte den Graben und die Umgebung nach weiteren Personen ab, bauten Brandschutz auf, sperrten die Straße, sicherten die Einsatzstelle und schufen Raum für die Geräteablage.
Gemeindebrandmeister Tim Fritsche, der als Beobachter fungierte, lobte die Zusammenarbeit zwischen dem Regelrettungsdienst und der Feuerwehr. Norbert Sadatzki vom Ordnungsamt hob die solide und gute Leistung aller Einsatzkräfte hervor.