Bilanz nach 50 Tagen

Elb Link steuert  nun auf Erfolgskurs

15.07.2017

CUXHAVEN. So darf es gerne weitergehen. Der Geschäftsführer der neuen Elb-Link Fährgesellschaft Bernd Bässmann zog nach den ersten 50 Tagen seit der Wiederinbetriebnahme eine positive Bilanz: Mehr Passagiere, mehr Pkw und mehr Lkw als im Vorjahreszeitraum - und das mit einem, statt mit zwei Schiffen. (von Thomas Sassen)

 Anlass für die Konferenz mit geladenen Gästen aus Cuxhaven und Brunsbüttel war die Wiedereröffnung des Restaurant „Seestern“ im Steubenhöft. Kommenden Freitag wird das Traditionslokal in der Regie der Fährgesellschaft wiedereröffnet. Es soll das gastronomische Angebot an Bord des Schiffes ergänzen und den Passagieren die Wartezeit auf angenehme Art verkürzen helfen. Bässmann denkt dabei insbesondere an die Lkw-Fahrer, die sich während der Wartezeiten im Restaurant stärken und eventuell auch die im Gebäude vorhandenen Dusch-und Sanitäranlagen mitbenutzen könnten. Der Begriff Autohof fiel ebenfalls in diesem Zusammenhang.

„Gute norddeutsche Küche“, verspricht Cateringchef Hartmut Rummel künftig im „Seestern“, der 120 Sitzplätze im Lokal und 60 auf dem Außendeck bietet. Und gratis dazu einen erstklassigen Blick auf die Elbe und den Hafen. Den genossen Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck und weitere Gäste „von drüben“ am Freitag ausgiebig. Denn nachdem sie mit der Mittagsfähre Cuxhaven erreicht hatten, warteten sie dreieinhalb Stunden, bis zum Antritt der Heimreise.

Im nächsten Jahr könnten sich die Wartezeiten eventuell verkürzen, falls Geschäftsführer Bässmann seine Idee umsetzen und zwei kleinere, schnellere Schiffe auf der Linie einsetzen kann. Noch ist das allerdings Zukunftsmusik. Momentan freuen er und seine Mitarbeiter sich erst einmal über den gelungenen Start und die optimistisch stimmenden Zahlen.

52 500 Passagiere, 14 250 Pkw und 1800 Lkw hat die Fährlinie seit dem Neustart über die Elbe gebracht. Und das, obwohl nur noch mit einem Schiff gefahren wird und die Zahl der Abfahrten reduziert wurde. Die Auslastung der „Grete“ konnte damit verdoppelt und die Rentabilität erhöht werden, freuten sich Bässmann und der Leiter des Rechnungswesens Henning Gadow.

Um das operative Geschäft kümmert sich jetzt der neue Betriebsleiter Kai Danielmeyer, ein in der Schleusenstadt bestens vernetzter Kleinunternehmer, dessen Herz von Anfang an für die Fährverbindung schlug.

Zum Erfolg wesentlich beigetragen habe auch die Möglichkeit des Vorbuchens über das neue Buchungssystem, so Bässmann. Mögliche technische Probleme oder Wartezeiten werden seit Mittwoch auf der Internetseite aktuell als Fließtext angezeigt.

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