Noch ist es unsicher, wie es um die Zukunft der Elbfähre steht. Symbolfoto: Heimken/dpa
Verkehrsinfrastruktur

Elbfähre: Getsch glaubt an baldige Entscheidung

von Kai Koppe | 04.07.2019

CUXHAVEN. Kommt es entgegen aller Unkenrufe doch zu einer Wiederauflage der Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel? Oberbürgermeister Ulrich Getsch ist optimistisch.

"Die Situation stellt sich günstiger dar, als manche glauben", betonte Getsch in der Ratssitzung am vergangenen Dienstagabend. Zwar habe eine als Geldgeber des Vorhabens auserkorene "norddeutsche Bank" unerwarteterweise einen Rückzieher gemacht. Andererseits seien nun internationale Schiffsfinanzierer mit der Suche nach einem geeigneten Kreditinstitut betraut worden. "Es gibt eine Reihe von Banken, die interessiert sind", berichtete der Oberbürgermeister, der nach eigenen Worten noch Ende des Monats ein definitives Signal ("ein Stop oder ein Go") für das Projekt Elbefähre erwartet. Er selbst, so Getsch weiter, habe sich über den Sachstand mit der schleswig-holsteinischen Seite ausgetauscht. "Deren Interesse ist allerdings nicht so groß wie unseres", dämpfte er übertriebene Erwartungen an ein bilaterales Bündnis pro Fähre.

In die Karten spielen dürfte den örtlichen Vorkämpfern für die Brunsbüttel-Verbindung allerdings das Kalkül einiger Spediteure: Nach Getschs Aussagen sind sie durchaus bereit, höhere Frachtraten zu zahlen, wenn es darum geht, Gefahrguttransporte zügig über den Strom zu bugsieren. Was die Infrastruktur vor Ort, sprich: den Anleger angehe, habe der Hafenbetreiber NPorts seines Wissens bereits vorgearbeitet, sagte der Oberbürgermeister, der auch in puncto Fahrzeug etwas Positives zu vermelden wusste: Das von der Fährgesellschaft ins Auge gefasste Schiff befinde sich in Norwegen und stehe noch zur Verfügung.

Kai Koppe

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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