Politik

Energie Expertin Julia Verlinden im Cuxland unterwegs

21.06.2018

CADENBERGE. Julia Verlinden ist Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen für Energiepolitik. Von Ulrich Rohde

Die 34-jährige Lüneburgerin vertritt für die Grünen in Berlin auch den Wahlkreis Cuxhaven-Stade und war mit Mitstreitern aus dem Cuxhavener Kreisverband am Dienstag unterwegs in der Region.

Ziel war Oberndorf, wo sie sich mit Akteuren wie Bürgermeister Detlef Horeis und Matthias Holl von der Genossenschaft „Die Oberndorfer“ traf. Im Gespräch mit der Bundespolitikerin waren auch Bert Frisch von der „Ostewert AG“, Vertreter der Freien Schule Oberndorf, Claus List als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland sowie Peter Wortmann vom Netzwerk der Energieinitiativen im Elbe-Weser-Raum.

Im Kern ging es für Verlinden darum auszuloten, was Bürgerengagement im ländlichen Raum bewirken kann. Dafür bietet Oberndorf beste Beispiele, und das im Zusammenspiel zwischen Bürgern und Politik, etwa im Bereich der Energiegewinnung. „Lokale Energieerzeugung schafft regionale Wertschöpfung“, ist die Abgeordnete überzeugt.

Sie hält die Beteiligung örtlicher Genossenschaften für einen der entscheidenden Bausteine für die Energiewende und den Klimaschutz. Ohne dezentrale Energieversorgung mit Strom und Wärme seien die Klimaziele nicht zu meistern. Ein von fossilen Energieträgern zu 100 Prozent unabhängiges Dorf schöpfe enorme Effizienzpotenziale aus. Dazu gehöre aber auch das Thema Energieeinsparung, etwa durch gezielte Wärmedämmung beim Bauen, denn der Wärmesektor mache die Hälfte des Energieverbrauchs aus.

Bundespolitisch müsse allerdings an allen Stellschrauben nachgesteuert werden. CO2-intensive fossile Energieträger müssten schlichtweg teurer gemacht werden. „Kohle und Erdgas brauchen einen sichtbaren Preis“, so Verlinden. Aber auch einen gerechteren, denn energieintensive Großunternehmen profitierten von hohen Rabatten. Verlinden: „Wer mehr verschmutzt, soll auch mehr zahlen.“

Deutschland drohe klimapolitisch international den Anschluss zu verlieren: die CO2-Emissionen seien seit neun Jahren gleich hoch. Beim Anteil an erneuerbaren Energien liege Deutschland im EU-Vergleich nur noch auf Rang 18.

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