Herzmuscheln, vermengt mit Algen und Seetang, liegen am Strand. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa
Herzmuscheln, vermengt mit Algen und Seetang, liegen am Strand. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa
Nach dem Fischsterben

Etliche tote Muscheln vor Cuxhaven: Suche nach der Ursache

19.08.2020

KREIS CUXHAVEN. Der massenhafte Tod von Herzmuscheln im nordfriesischen Wattenmeer beschäftigt zurzeit Wissenschaftler und Naturschützer.

Augenzeugen berichten, dass auch an den Stränden im Kreis Cuxhaven einige Tiere angespült worden sein sollen - gerade am vergangenen Wochenende. "Die ersten Informationen zum Muschel-Sterben kamen letzte Woche - unter anderem aus Sankt Peter Ording, Süderoog und Pellworm", wie Ulrike Schückel von der Nationalparkverwaltung in Tönning am Dienstag sagte.

Nicht weiter analysiert

"Ein ähnliches Phänomen gab es 2019 in Dithmarschen", erklärte die Meeresbiologin. Damals entdeckten Wissenschaftler einen mikroskopisch kleinen Saugwurm im Fuß der Herzmuschel. "In Verbindung mit heißem Wetter war er unter Umständen für das Herzmuschel-Sterben verantwortlich." Da die Experten ein einmaliges Ereignis vermuteten, sei es 2019 nicht weiter analysiert worden.

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"Jetzt tritt es wieder auf, und wir gucken es uns genauer an." Derzeit würden in verschieden Gebieten Proben entnommen. Ob andere Muscheln ebenfalls betroffen seien, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen. Die "Husumer Nachrichten" hatten zuvor darüber berichtet.

Meldungen aus Cuxhaven

An der niedersächsischen Küste wurde das Muschelsterben bisher nur an einer Stelle beobachtet. "Wir haben bislang nur Meldungen aus dem Cuxhavener Bereich", sagte der Biologe Gregor Scheiffarth von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer in Wilhelmshaven. (dpa)

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