Ein Schwarm von Pfuhlschnepfen fliegt vor Spiekeroog. Foto: Eberhard Giese/dpa
Befürchtung

Experten: Ausbreitung von Raubtieren bedroht Brutvögel im Wattenmeer

21.08.2022

KREIS CUXHAVEN. Um Brutvögel auf Nordseeinseln vor Raubtieren zu schützen, rechnen Nationalparkverwaltung und Jägerschaft künftig mit noch stärkeren Anstrengungen.

So wird bereits jetzt der Einfluss etwa von Füchsen und Mardern, die nicht von Natur aus auf Inseln und Halligen vorkommen, durch Jagd, Fallen und Vergrämungsmaßnahmen reguliert. Die Bemühungen hätten sich in den vergangenen Jahren bereits vervielfacht, sagte Gundolf Reichert von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer in Wilhelmshaven. "Wir fürchten aber, dass noch weitere Arten kommen."

Ausbreitungsdruck steigt

Noch gibt es laut Nationalparkverwaltung etwa auf den Ostfriesischen Inseln keine Marderhunde oder Waschbären. Der Ausbreitungsdruck vom Festland aus aber steige bereits, bestätigte auch der Kreisjägermeister im Landkreis Aurich in Ostfriesland, Peter Lienau.

Wattenmeer kein Hindernis

Das Wattenmeer sei für größere Raubsäuger kein Hindernis. Die Tiere seien schnell und könnten nachts viele Kilometer über das Watt bis auf die Inseln kommen, sagte er. Raubsäuger sind eine Bedrohung für die Gelege vieler bodenbrütender Vogelarten auf den Inseln. (dpa)

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