Bei einem Großbrand in Hemmoor sind mehrere Autos und ein Carport vollständig zerstört, benachbarte Wohnhäuser wurden ebenfalls beschädigt. Foto: Lange
Bei einem Großbrand in Hemmoor sind mehrere Autos und ein Carport vollständig zerstört, benachbarte Wohnhäuser wurden ebenfalls beschädigt. Foto: Lange
Großeinsatz im Kreis Cuxhaven

Feuer in Hemmoor richtet enormen Schaden an - Explosionen wecken Anwohner

29.08.2021

KREIS CUXHAVEN. Bei einem Großfeuer in Hemmoor sind mehrere Autos und ein Carport den Flammen zum Opfer gefallen, zudem wurden benachbarte Wohnhäuser beschädigt.

Lautes explosionsartiges Knallen hat am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr Anwohner im Hemmoorer Heideweg aus dem Schlaf gerissen. Als sie nachschauten, wo die Geräusche herkamen, entdeckten sie, dass ein Feuer in ihrem Carport wütete. Umgehend alarmierten sie die Feuerwehr. 

Feuer greift Wohnhäuser an

Die Hausbewohner und die der dicht angrenzenden Wohnhäuser verließen umgehend ihre Wohnungen. Eine Familie musste den Hintereingang ihres Hauses nutzen, da die Glasscheiben der Eingangstür bereits durch die enorme Hitze zerborsten waren und die Tür geschmolzen war. Ebenso waren die Regenrinnen des Hauses bereits geschmolzen. 

Autos und Carport brennen lichterloh

Beim Eintreffen der Rettungskräfte brannten ein VW Touran, ein Peugeot und ein VW Crafter sowie das Carport bereits in voller Ausdehnung. Aus Tanklöschfahzeugen errichteten die Feuerwehrleute eine Riegelstellung, um ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser zu verhindern. 

Kleine Explosionen bei Brandstelle

Unter schwerem Atemschutz begannen die Einsatzkräfte mit den umfangreichen Löscharbeiten. Dennoch schmolzen die Eingangstür und die Regenrinnen eines Nachbargebäudes. Zudem platzte die Glasscheibe der Haustür. An den brennenden Autos gab es immer wieder kleine Explosionen, mutmaßlich ausgelöst durch die Airbags und die Reifen. 

Stundenlanger Einsatz

Nach zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle und die Feuerwehren begannen mit den Nachlöscharbeiten. Dabei überprüften sie die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern.

Brandursache unklar

Inzwischen konnten die ersten Feuerwehren nach Cadenberge in die Feuerwehrtechnische Zentrale fahren, um ihre leeren Atemluftflaschen aufzufüllen und das viele verunreinigten Schlauchmaterial zu tauschen. Da die Brandursache bisher unklar ist, wird die Polizei nach Abkühlen der Brandstelle die Ermittlungen übernehmen. 

Großeinsatz in Hemmoor

Es entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 120.000 Euro. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren konnten die angrenzenden Wohnhäuser und Gebäude im Wert von rund einer Million Euro erhalten bleiben. Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Warstade, Basbeck, Osten und Westersode mit Gemeindebrandmeister Björn Müller und dessen Stellvertreter Malte Schimmelpfennig, ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Hemmoor und die DRK-Bereitschaft Hemmoor sowie Beamte des Polizeikommissariats Hemmoor im Einsatz. (jl)

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