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Fischer aus mehreren europäischen Ländern haben sich gegen den weiteren Ausbau der Windenergie auf See ausgesprochen. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa
Fischer aus mehreren europäischen Ländern haben sich gegen den weiteren Ausbau der Windenergie auf See ausgesprochen. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa
Gegen weiteren Ausbau

Fischer aus mehreren Ländern wehren sich gegen Windkraftanlagen auf See

06.10.2020 Zuletzt aktualisiert: 23.07.2022 00:12 Uhr

KREIS CUXHAVEN. Fischer aus mehreren europäischen Ländern haben sich gegen den weiteren Ausbau der Windenergie auf See ausgesprochen und einen vorläufigen Baustopp für Windräder gefordert.

Die Fischer befürchten, dass Tausende von Windmühlen auf Dauer die Meeresumwelt und die Fischerei vernichten werden. Eine Kompensation durch die Einrichtung von Naturschutzgebieten zugunsten von Umweltorganisationen werde dass nicht verhindern, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben der Fischer an die Abgeordneten des europäischen Parlaments.

Vertreter von Tausenden Fischkuttern

Hinter der Initiative stehen die niederländische Aktionsgruppe EMK, der sich weitere Fischer aus insgesamt sieben Anrainer-Ländern der Nordsee und der angrenzenden Meere angeschlossen haben. Sie vertreten nach eigenen Angaben knapp 2000 Fischkutter. In den Briefen an alle Abgeordneten weisen die Fischer auf die enormen Geräusche hin, die beim Einbau der Windkraftanlagen entstehen und bei Fischen und Meeressäugern die Hörorgane schädigen. Die Unterseestromkabel störten die Wanderbewegungen von Fischen, Krebstieren und Schalentieren, die gegenüber elektromagnetischer Strahlung empfindlich sind.

Mehrere Zehntausend Windräder auf Meeren?

Die EU-Kommission hat die Klimaziele der EU gerade heraufgesetzt und damit auch einem weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie neuen Rückenwind gegeben. Um den angepeilten Pfad zu erreichen, müssten auf den Meeren mehrere Zehntausend Windräder errichtet werden. Die Fischer fordern dagegen ein Moratorium für den Bau weiterer Windräder und Stromkabel im Meer und zusätzliche Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Natur. (dpa)

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