Staatssekretär Frank Doods (links) übergab drei Förderbescheide an die Samtgemeinde Land Hadeln. Über den Geldregen freuen sich Frank Thielebeule (Samtgemeinde Land Hadeln), Thomas Bullwinkel (Bürgermeister von Otterndorf), Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte, Peter von Spreckelsen (Osterbruch), Wolfgang Heß (Cadenberge), Matthias Peter (Belum) und Manfred Schmitz (Bülkau, nicht im Bild). Foto: Mangels
Staatssekretär Frank Doods (links) übergab drei Förderbescheide an die Samtgemeinde Land Hadeln. Über den Geldregen freuen sich Frank Thielebeule (Samtgemeinde Land Hadeln), Thomas Bullwinkel (Bürgermeister von Otterndorf), Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte, Peter von Spreckelsen (Osterbruch), Wolfgang Heß (Cadenberge), Matthias Peter (Belum) und Manfred Schmitz (Bülkau, nicht im Bild). Foto: Mangels
Vom Land

Förderbescheide erhalten: Geldregen für die Samtgemeinde Land Hadeln

11.09.2020

OTTERNDORF. Staatssekretär Frank Doods hat drei Förderbescheide an die Samtgemeinde Land Hadeln übergeben. Das bedeutet einen warmen Geldregen.

Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, hatte gleich drei Förderbescheide im Gepäck, als er am Donnerstag Otterndorf besuchte. Die Samtgemeinde Land Hadeln erhält rund 1,9 Millionen Euro Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm "Lebendige Zentren" für seine Bauprojekte in den Mitgliedsgemeinden. Hinzu kommen zwei Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier", die für den Bau der Otterndorfer Schulmensa vorgesehen sind.

Unbekanntes Förderinstrument

Für Frank Doods ist die Städtebauförderung ein echter "Hidden Champion", also ein vielen noch unbekanntes Förderinstrument. "Diese Mittel sind ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Zukunftsfähigkeit von Kommunen", sagte der Staatssekretär, als er die Förderbescheide für die Samtgemeinde Land Hadeln übergab. Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte sowie die Gemeindebürgermeister Matthias Peter (Belum), Wolfgang Heß (Cadenberge), Peter von Spreckelsen (Osterbruch), Thomas Bullwinkel (Otterndorf) und Manfred Schmitz (Bülkau) nahmen die Bescheide entgegen. Zahrte betonte, wie wichtig diese Mittel seien, um in den Mitgliedsgemeinden "etwas Kreatives zu bewegen". Matthias Peter verband seinen Dank mit einem Plädoyer fürs Landleben: "Es lohnt sich, auf dem Dorf zu leben."

Was bei dieser feierlichen Übergabe deutlich wurde: Die Samtgemeinde-Verwaltung hatte ihre Hausaufgaben gemacht, um "einen großen Teil der Torte" abzubekommen, wie es Doods formulierte. Bülkaus Bürgermeister Manfred Schmitz lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Vorarbeit des Verwaltungsteams, namentlich Francesca Dock, Frauke Zahrte und Jörg Jungclaus, die sich monatelang hinter die Antragstellungen geklemmt hatten.

Interkulturelle Aktivitäten

Die zwei Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier" fließen in den Mensa-Neubau der Otterndorfer Grundschule. Die Idee: Die Mensa soll nicht nur für schulinterne Veranstaltungen genutzt werden, sondern den Bewohnern des Quartiers auch "als multifunktionaler Treffpunkt und für interkulturelle Aktivitäten" zur Verfügung stehen. Mit den Städtebaufördermitteln aus dem Programm "Lebendige Zentren" werden verschiedene Projekte in den Mitgliedsgemeinden begünstigt, unter anderem die Erweiterung des Dorfladens in Osterbruch und die Umgestaltung der Bülkauer Ortsmitte.

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In der Gemeinde Cadenberge, für Bürgermeister Wolfgang Heß ein echtes "Boom-Dorf", dienen die Mittel vor allem zur Sicherung und Stärkung der Versorgungsfunktionen. Außerdem sollen die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessert werden.

Insgesamt unterstützt das Land Niedersachsen in diesem Jahr 202 Fördermaßnahmen mit einem Volumen von 121,652 Millionen Euro im Bereich der Städtebauförderung.

Förderprogramme

Das Land Niedersachsen unterstützt im Bund-Länder-Förderprogramm "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier" in diesem Jahr insgesamt 23 Maßnahmen. Bauminister Olaf Lies (SPD): "Ein gutes und lebenswertes Miteinander wird durch die gesellschaftliche Integration und den sozialen Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden gestärkt."

Im Förderprogramm "Lebendige Zentren - Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne" geht es unter anderem um den Erhalt und die Weiterentwicklung des innerstädtischen öffentlichen Raumes, zum Beispiel Straßen, Plätze und Wege. "Lebendige Zentren" sieht Maßnahmen des Klimaschutzes und die Verbesserung der grünen Infrastruktur als zwingende Fördervoraussetzung vor.

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