Gaswolke über der Elbe bei Stade
STADE. Auf der Elbe bei Stade-Abbenfleth trat am späten Donnerstagabend ein explosives Propylen-Gemisch aus dem Gastank des Tankers "Bow Guardian" aus. (red)
Der Grund dafür war eine defekte Pumpe. Die Gaswolke breitete sich rund um das Schiff aus. Zwischenzeitlich mussten 150 Anwohner aus der Siedlung am Deich ihre Häuser verlassen.
Die Einsatzkräfte richteten eine 1000-Meter-Sperrzone um den Hafenbereich ein. Da von den eingesetzten Kräften lediglich die Bützflether Feuerwehr über einen Feuerlöschschlepper verfügt, der sich gasdicht machen lässt, waren den übrigen Einsatzkräften die Hände gebunden.
Sie hatten keine Möglichkeit, sich dem Havaristen zu nähern und mussten an Land Messungen vornehmen, um eine mögliche Gaskonzentration in der Luft nachzuweisen. Der Kapitän drehte sein Schiff, damit das Gasgemisch mit dem Wind möglichst weit vom Festland wegtrieb.
Polizei und Feuerwehr baten die Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Sicherheitshalber evakuierten sie die Wohnhäuser in Deichnähe. 150 Anwohner aus Abbenfleth fanden Unterschlupf im Bützflether Feuerwehrhaus.
Um 2.30 Uhr war die Gefahr gebannt. Die Messergebnisse lagen vor. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Stefan Braun konnten an den zehn Messpunkten keine Gaskonzentrationen festgestellt werden. Daher durften die Abbenflether wieder in ihre Häuser zurückkehren.
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