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Munitionsdepot:

Gebäude als Eingangspforte der Küstenheide

20.02.2014 Zuletzt aktualisiert: 23.06.2022 03:22 Uhr

ALTENWALDE. Sehr zufrieden sind der Ortsrat Altenwalde und Ortsbürgermeister Ingo Grahmann über den Stand der Dinge bei der zukünftigen Nutzung des ehemaligen Marine-Munitionsdepots zwischen Altenwalde und Oxstedt. Sie weisen allerdings in einer Stellungnahme darauf hin, dass die von ihnen schon lange geäußerte Anregung, das alte Stabsgebäude als Eingangspforte und touristischen Anlaufpunkt (inklusive Toilette) zu nutzen, mit in die Überlegungen einbezogen werden müsste.

Wörtlich heißt es: „Wir sind unserem Oberbürgermeister, der Stadtverwaltung mit den zuständigen Fachbereichen „Planung“ und „Umwelt“ sowie dem Rat der Stadt außerordentlich dankbar für das gute Ergebnis in Bezug auf die künftige Nutzung des ehemaligen Marine-Munitionsdepots, das nach ganz sicher mühevoller und zeitraubender Vorbereitungszeit nunmehr vor der Vollendung steht.

Einvernehmliche Nutzung

Schon früh haben alle Beteiligten aus Politik und Verwaltung die Bedeutung der Planungshoheit über das Gelände und die Gebäude erkannt und alles daran gesetzt, die Anlage einer vor allem für die Altenwalder Bevölkerung zuträglichen einvernehmlichen Verwendung zuzuführen.

Über den Stand der Verhandlungen und Planungen hierüber wurde der Ortsrat immer zeitnah und umfassend informiert, sodass auch eine Einflussnahme immer gewährleistet war und ist.

Dabei zeigt sich, dass insbesondere Martin Adamski, nunmehr als Leiter beider involvierter Fachbereiche ,Planung‘ und ,Naturschutz‘, seine Kompetenz ganz im Sinne auch unserer Wünsche und Vorstellungen in die Vertragsgestaltungen und notwendigen politischen Beschlüsse eingebracht hat.

Besonders erfreut uns die gewünschte Einbindung des Areals in das Projekt „Küstenheiden“, aber auch die Wiedereröffnung des historischen Verbindungsweges zwischen Altenwalde und Oxstedt dürfte für die Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste beider Ortsteile ganz sicher eine Bereicherung darstellen.

Erfreut sind wir darüber hinaus auch über die beabsichtigte Ansiedlung der Schäferei auf dem Gelände als weitere Attraktion im Gesamtkonzept „Cuxhavener Küstenheiden“.

Hallen nutzen

Organisatorische Gründe sowie praktische Überlegungen haben zu dem Ergebnis geführt, den Katastrophenschutz an der Stelle in den teilweise noch intakten Hallen der ehemaligen Standort-Feuerwehr konzentrieren zu wollen. Auch hierfür gab und gibt es die einmütige Unterstützung und Zustimmung des Ortsrates.

Die Bestrebungen, das Tierheim aus dem jetzigen völlig unzureichenden Domizil auf das Gelände des ehemaligen Munitions-Depots umzusiedeln, sind nachvollziehbar und stimmen mit den Wünschen unseres Gremiums überein. Infolgedessen hat der Ortsrat auch dieser Maßnahme ebenfalls einstimmig seine Unterstützung zugesagt.“

Ortsbürgermeister Ingo Grahmann weiter: „Bei der Frage der Nachnutzung der vorhandenen Gebäude würde ich mir wünschen, die zu Beginn der Planungen schon geäußerten Gedanken, das alte Stabsgebäude mit integrierter Küche und Speisesaal als Eingangspforte für die touristische Erschließung des Naturschutzgebietes mit Restaurantbetrieb, Kiosk, Informationszentrum und dergleichen zu nutzen, nicht aufzugeben und mit Nachdruck weiter zu verfolgen.

Dieses würde eine echte Perspektive für eine wünschenswerte angemessene Präsentation dieses einmaligen Areals für interessierte Besucher aus nah und fern darstellen und könnte sich somit zu einer echten Bereicherung des touristischen Angebotes in Cuxhaven entwickeln.

Offene Diskussion

Ich hoffe sehr, dass wir hierüber mit den zuständigen Entscheidungsträgern in der Stadt noch weiter sprechen können. Insofern weichen hier die Wünsche des Ortsrates doch von den in den CN schon sehr konkret geäußerten Plänen des Tierschutzvereines ein wenig ab.

Es wird zu klären sein, ob es tatsächlich bereits konkrete Vereinbarungen zwischen Verwaltung und Tierschutz gibt, die unsere Vorstellungen über die Nutzung der Gebäude des Munitions-Depots eventuell beeinträchtigen. Dann sollte es zumindest noch Gespräche über mögliche Alternativen geben, die sowohl dem Ansinnen des Tierschutzvereins als auch den Altenwalder Interessen gerecht werden.“

(mr/red)

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