Gemeinde boomt: Die Kitas in Wanna platzen aus allen Nähten
WANNA / NORDLEDA. Die Kitas in Wanna platzen aus allen Nähten. Weil es keine Erweiterungsmöglichkeiten gibt, rückt die Nachbargemeinde Nordleda in den Blickpunkt.
Bauplätze sind heiß begehrt, die Einwohnerzahl ist stabil und die Dorfgemeinschaft intakt - die Gemeinde Wanna boomt. Das macht sich auch in den beiden DRK-Kindergärten bemerkbar, die aus allen Nähten platzen. Weil es keine Möglichkeiten gibt, die Einrichtungen räumlich zu erweitern, rückt jetzt die Nachbargemeinde Nordleda in den Blickpunkt.
Ein Haus voller Kinder - was gibt es Schöneres? Und dennoch ist die Lage in Wanna angespannt. Sowohl die Kita am Mühldeich als auch die Kindertageseinrichtung an der Landesstraße sind rappelvoll. Etwa zehn Kindern konnte kein Platz in den DRK-Einrichtungen angeboten werden. Auch im Krippenbereich für die unter Dreijährigen stehen keine freien Plätze mehr zur Verfügung.
Insgesamt 79 Kita-Kinder
Insgesamt werden in Wanna derzeit 79 Kita-Kinder und 30 Krippen-Kinder betreut. Und der Bedarf wächst weiter. "Mittelfristig müssen wir über einen dritten Kindergarten nachdenken", glaubt der SPD-Politiker Hendrik Rehm und fügt schmunzelnd hinzu: "Wenn ich mir anschaue, wie viele schwangere Frauen durch Wanna laufen ..."
Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.
Und wie könnte eine kurzfristige Lösung aussehen? "Wir prüfen gerade die Option, die DRK-Kita in Nordleda zu erweitern", sagte Frank Thielebeule im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales. Dieser Weg ist sinnvoll, denn auch Wannas Nachbardorf ist auf Wachstumskurs und steht mit einem neuen Baugebiet in den Startlöchern. Und Verbindungen zwischen den beiden Gemeinden gibt es schon jetzt. So besuchen derzeit neun Kinder aus Nordleda die Kitas in Wanna.
Kommt das Ganztagsangebot?
Mit einer räumlichen Erweiterung des Kindergartens in Nordleda ist es aber nicht getan. Auch eine Ausweitung der Zeiten hin zu einem Ganztagsangebot wäre wünschenswert, war aus dem Fachausschuss zu hören. Ob die Nachfrage dafür besteht, gilt es zu prüfen.
Zusätzliche Entlastung in Sachen Kita-Plätze könnte ein Projekt des Förderkreises Waldorfpädagogik Land Hadeln bringen: Die Initiatoren wollen in Kürze im Aßbütteler Moor in Wanna mit einem Waldkindergarten starten. Geplant sind 15 Plätze für Kinder ab drei Jahren. Wann es genau losgeht, ist noch nicht klar, aber Wannas Bürgermeisterin Nicole Friedhoff beobachtet seit dem vergangenen Wochenende Bautätigkeit im Moor.