Gerüchte um schwer verletzte Katze in Hemmoor: Misshandlung nicht bewiesen
HEMMOOR. Was ist mit der jungen Katze passiert? Ein schwer verletztes, gefundenes Tier bei Hemmoor sorgt derzeit für Aufregung in den sozialen Netzwerken.
Am Donnerstagmorgen gegen 6.30 Uhr ging der Anruf beim Tierheim Cuxhaven ein. Eine Frau hatte am Straßenrand der B495 zwischen Hemmoor und Lamstedt in der Nähe einer Bushaltestelle eine schwer verletzte Katze entdeckt. Das junge Tier wies deutliche Verletzungen im Gesicht auf - unter anderem eine blutverschmierte Schnauze und ein blutunterlaufenes Auge.
Auch die Polizei wurde gerufen und nahm den Vorfall auf. Anschließend brachte die Tierheim-Mitarbeiterin die schwer verletzte Katze zum Tierarzt. Der Veterinär entschied, den Stubentiger von seinen Qualen zu erlösen: Die junge Samtpfote wurde eingeschläfert.
Hitzige Diskussion bei Facebook
Laut Tierheim sei die Katze etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr jung und nicht gechippt gewesen. Die Tierschützer veröffentlichten anschließend ein Foto vom Kopf des Tieres bei Facebook. Seitdem ist in dem sozialen Netzwerk eine hitzige Diskussion entbrannt. Mit zahlreichen Beileidsbekundungen über Vermutungen zu einer möglichen Misshandlung des Tieres bis zum Zeugenaufruf beteiligen sich tausende Nutzer an dem Thema.
Über allem steht bei den Lesern die Frage, wie sich die Katze die Verletzungen zugezogen hatte. Und hier bleibt es wohl bei Mutmaßungen. Der Tierarzt schließe laut Tierheim zwar einen Verkehrsunfall aus, aber dennoch sei eine Vielzahl an Ursachen möglich - unter anderem der Biss eines Tieres. Die Wunde könnte sich dann infiziert haben. Auch die Misshandlung durch einen Menschen sei denkbar.
Ursache für Verletzungen bleibt wohl unklar
Aller Voraussicht nach wird aber nicht geklärt, warum das Tier sein Leben verlor. Eine Obduktion des Kadavers wird nicht stattfinden. Für das Tierheim ist der Fall abgehakt.
Und sollte keine Anzeige bei der Polizei eingehen, werde der Fall nicht weiter verfolgt, erklärte ein Sprecher der Polizei Hemmoor am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Hinweise, dass das Tier mit Tritten oder ähnlichem misshandelt worden sein könnte, lägen nicht vor.