Freunde des Toten hatten vor der Asylbewerberunterkunft in Bützfleth einen Tisch mit Kerzen und einem Porträtfoto des 19-jährigen Afghanen aufgestellt. Foto: Beneke
Gesellschaft

Getöteter Asylbewerber: Stadt genehmigt Demo in Stade

11.10.2019

STADE. Die Stader Stadtverwaltung verhängt für die Demonstration am Sonnabendnachmittag, 12. Oktober, im Bürgerpark keine besonderen Auflagen. Das teilt Stadt-Sprecher Tjorven Plate auf Nachfrage mit.

Ein Bündnis von Flüchtlingsrat, Bürgerinitiative Menschenwürde, Bündnis 90/Die Grünen und weiteren Akteuren ruft zum Gedenken an den 19-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan auf, der bei einem Polizeieinsatz in Bützfleth im August ums Leben kam.

"Kein Vergeben - kein Vergessen" steht auf den Plakaten, die in Stade - unter anderem am Zeughaus - aufgehängt worden sind. Durchgestrichen zu sehen ist das Emblem eines Polizisten in voller Montur, der zum Schießen ansetzt. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr im Bürgerpark. Sie soll bis 17 Uhr dauern. "Zwischenzeitlich soll ein Marsch um die Altstadt stattfinden", sagt Plate. Folgende Marschroute ist geplant: Am Bahnhof - Bahnhofstraße - Wallstraße - An der Wassermühle - Kehdinger Mühren - Freiburger Straße - Schleusenweg - Hansestraße - Beim Salztor - Salztorswall - Bahnhofstraße - Am Bahnhof.

Nach Gesprächen mit den Veranstaltern und der Polizei habe die Stadt "ausschließlich grundsätzliche Auflagen festgelegt", sagt Plate. Dazu zählen etwa die Anzahl der Ordner und das Tragen von Sicherheitswesten. Die Polizei wird die Demonstration mit einem Großaufgebot begleiten. Mit Behinderungen im Stadtgebiet ist zu rechnen. Parallel findet das Shantychor-Festival in der Stader Innenstadt statt.

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