Großer Tag für Otterndorf

12.12.2009

OTTERNDORF. Hermann Gerken war die Rührung anzusehen. Im kommenden Jahr ist er 40 Jahre Bürgermeister in Otterndorf, am Freitag feierte er wohl einen der schönsten Tage in diesem Amt: die Freigabe der neuen Ortsumgehung.

Drei Jahrzehnte lang hatte die Stadt Otterndorf für die nun knapp sechs Kilometer lange Ortsumgehung gekämpft. Punkt 16 Uhr rollte am Freitag der Verkehr über die 21 Millionen Euro teure Strecke. Die Bürger feierten ebenso mit, wie viele Prominente. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann aus Cuxhaven, bezeichnete die Ortsumgehung als "Segen für Otterndorf".

Ferlemann hob hervor, dass die Stadt nun deutlich vom Durchgangsverkehr entlastet wird. "Die innerörtliche Verkehrssituation wird sich deutlich entspannen und endlich kann man bei Café Brüning sitzen und mal in Ruhe ein Eis essen." Für Anwohner, Fußgänger und Radfahrer bringe die neue Ortsumgehung mehr Verkehrssicherheit und nütze durch weniger Lärm- und Abgasimmissionen gleichzeitig der Umwelt.

Die städtebauliche Situation werde ebenso aufgewertet, wie die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Otterndorf. Für den überregionalen Verkehr bringe die neue Umgehung eine Verbesserung des Verkehrsflusses und damit merklich reduzierte Fahrzeiten. Das stärke die Wirtschaft und die Hafenhinterlandanbindung zwischen Cuxhaven und Hamburg. Die 21 Millionen Euro seien also gut angelegt, so Ferlemann.

Ferlemann äußerte allerdings auch Bedenken. Kreisel in Bundesstraßen seien unüblich und auch wegen der Ausbaubreite macht er sich Gedanken. "Wenn das man gut geht...", meinte der Staatssekretär.

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode sagte: "Der Bund hat die 21 Millionen bezahlt und wir Niedersachsen haben die Ärmel hochgekrempelt und in knapp zweieinhalb Jahren für die Einwohner von Otterndorf dieses Geld in Sand, Asphalt, Brücken, Leitplanken, Schilder und Nebenanlagen verwandelt."

Mit dem Rückgang des innerörtlichen Verkehrs sieht Bode auch eine positive Entwicklung für den Tourismusstandort Otterndorf. Auch dürfte die Verkehrsanbindung interessanter für Firmenansiedlungen werden, so der Minister.

Von Frauke Heidtmann

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