Grundschule im Zeichen der UNESCO

15.09.2010

IHLIENWORTH. Nachhaltigkeit spielt an der Grundschule Sietland gleich in mehrfacher Hinsicht eine Rolle. Bereits zum zweiten Mal wird der Bildungseinrichtung der Titel Umweltschule Europas verliehen.

Schulleiter Torsten Ayecke und sein Team erhalten damit die Belohnung für projektorientiertes Arbeiten im Sinne der nachhaltigen Schärfung des Umweltbewusstseins, das konsequent Bestandteil des Unterrichtes ist. Sogar auf vielerlei Ebenen: sei es bei der Abgabe von Bio-Milch, der regelmäßigen Zusammenarbeit mit der Abfallberatung des Landkreises oder bei Kunstprojekten, die Abfall als (Wiederver-)Wertstoff in Szene setzen. Immer wieder sind dabei nicht nur die zwölf Lehrerinnen und Lehrer beteiligt, sondern die Schule setzt auch auf Experten aus der Praxis.

Und so ist es nur konsequent, dass die Grundschule Sietland nicht nur als niedersächsische Umweltschule Flagge zeigen darf, sondern demnächst sogar mit dem offiziellen UNESCO-Logo auf sich aufmerksam macht.

Die Grundschule ist Bestandteil der bundesweiten Aktionstage "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Bundesweit nehmen daran 400 Schulen teil.

Der Donnerstag, 23. September, steht in Ihlienworth daher ganz im Zeichen des Umwelt- und Klimaschutzes. Zwischen 8 und 13 Uhr bekommen die 140 Schülerinnen und Schüler die Bedeutung dieser Themen vermittelt.

Dabei erweist es sich als Glücksfall, dass die Schule zurzeit baulich fit gemacht wird. Diese energetische Sanierung wird genutzt, um die globalen Themen auf lokale Ebene herunter zu ziehen. "So wird es für die Kinder direkt nachvollziehbar, warum die Bauarbeiten Sinn machen", so der Schulleiter.

In themenbezogenen Workshops werden, die Grundschüler etwas über Sonnen- und Windenergie, Wärmedämmung oder das Blockheizkraftwerk erfahren. Dazu gewann Schulleiter Ayecke Experten auch von Firmen, die gegenwärtig an den Sanierungsarbeiten beteiligt sind. "Zum Abschluss sind dann Schülerforen geplant", verrät der Schulleiter, der gern an diesem Tag Gäste willkommen heißt. Eltern, Verwandte und interessierte Bürger sind eingeladen, sich ein eigenes Bild darüber zu machen, wie Schülern komplexe Zusammenhänge vermittelt werden. Diesen besonderen Projekttag nutzt die Schule übrigens auch als Rahmen für eine weitere Preisverleihung. Beim landesweiten Wettbewerb "Kinder zum Olymp", bei dem es um "Kunst-Gesundheit-Bildung" ging, ist die Grundschule Sietland neben der Marie-Juchacz-Schule Neuhaus als einzige im Landkreis in die Endrunde gekommen.

Dies nehmen die Kreisabfallberaterin Petra Vooth und Kirsten Koth-Geisler von der Landesschulbehörde, Außenstelle Cuxhaven, zum Anlass, auch den Ihlienworther Schülern einen Besuch abzustatten und dabei der Schule für das Engagement in Sachen nachhaltiger Bildung zu gratulieren.

Von Wiebke Kramp

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