Halbtauchende Katamarane machen Lotsendienst noch effektiver
Hein Mehrkens: Erwartungen in die neue SWATH-Technologie haben sich voll erfüllt/Versetzdienst bis Windstärke neun/Helikopter-Versetzungen entfallen
tas. - Eine Menge Prominenz von der Küste wohnte gestern einem besonderen Ereignis in Cuxhaven bei: die Ehefrau des Bundesverkehrsministers, Astrid Bodewig, taufte das vor knapp einem Jahr in Dienst gestellte neue Lotsenstationsschiff offiziell auf den Namen "Elbe".
Die Kinderkrankheiten des mit den zusätzlichen zwei Tenderschiffen "Duhnen" und "Döse" aufgebauten neuen Lotssystems Elbe-Range seien inzwischen weitgehend abgestellt. Es habe die Erwartungen mehr als erfüllt, erklärte der Vorsitzende der Bundeslotsenkammer Hein Mehrkens.
Nach vollzogenem Taufakt, den sich auch die beiden kleinen Kinder von Kurt Bodewig aus nächster Nähe ansehen durften, konnte sich der Verkehrsminister bei einer Probefahrt auf der neuen "Elbe" von der Seegängigkeit der neuen Schiffe selbst überzeugen. Mit einigen geladenen Gästen, darunter der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Faße und Bürgermeister Gerd Raulff, sowie der Führungsriege der Bauwerft Abeking & Rasmussen wurde auf Höhe von Neuwerk ein Versetzmanöver durchgespielt.
Mit der Entwicklung der halbtauchenden Katamarane nach dem SWATH-Prinzip habe die Bremer Werft in einer Pionierleistung Hochtechnologie "Made in Germany" auf den Schiffbaumarkt gebracht, sagte Bodewig. Den herkömmlichen Schiffen sollen die Neubauten in den Seegangseigenschaften deutlich überlegen sein, da sich rund 80 Prozent der auftriebgebenden Rumpffläche in torpedoförmigen Röhren unter Wasser befindet. Bei über 10000 mit den neuen Schiffen bereits absolvierten Lotsensversetzungen habe das neue System seine Stärken bereits unter Beweis gestellt, erklärte der neue Geschäftsführer des Lotsbetriebsvereins, Andreas Schoon. Bis Windstärke neun und vier Meter Wellenhöhe könne der Versetzdienst damit bei großen Schiffen aufrecht erhalten werden. Kostspielige Helikopterversetzungen sind dadurch für die Elbe komplett entfallen.
Das Stationsschiff, auf dem 40 Lotsen und die Besatzung Platz finden, liegt ständig auf Position Elbe 1 in der Elbmündung. Versetzt werden die Lotsen mit einem der Tenderschiffe "Döse" oder "Duhnen". Das jeweils andere befindet sich für den Einsatz in der Weser und Jademündung in Helgoland.
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