Harter Marathon in Wingst: 32 Mal hintereinander auf den Olymp
WINGST. Auch wenn es vor zwei Jahren bei der Premiere des Deutschen-Olymp-Marathons in der Wingst extremere Wetterbedingungen gab, die Leistungen am vergangenen Wochenende waren nicht minder gut zu bewerten.
Denn die Läufer haben Strapazen auf sich genommen, die es hier in der Region bei keinem zweiten Lauf gibt. Die Marathonis sind 32 Mal auf den Deutschen Olymp und wieder hinunter gelaufen. Insgesamt bewältigten sie gut 1500 Höhenmeter.
Wie Organisator Thomas Hargus sagte, solle dieser Marathon alle zwei Jahre stattfinden und sich sozusagen mit dem Sietland-Ultra des TSV Ihlienworth abwechseln. Bei der Erstauflage 2018 starteten damals 27 Läufer bei Minus acht Grad und acht Windstärken über die Marathon- und Halbmarathondistanz. Dieses Mal war es gut 15 Grad wärmer und im Wald war nicht ein Hauch von Wind zu spüren - also optimale Bedingungen für die 37 Athleten, von denen 22 die 42,195 Kilometer abspulten, zehn Läufer waren beim Halbmarathon dabei und fünf liefen in einem offenen Lauf.
1342 Meter pro Runde
Herausragend war der Hamburger Holger Milde, der bis zur Hälfte seines Rennens ein sehr gleichmäßiges Tempo anschlug. Für die 1342 Meter lange Runde - sie führte vom Olymp über den Kurpark nach unten, am Zooeingang vorbei auf die lange Steigung zurück auf den Olymp - benötigte er auf den ersten 16 Runden jeweils etwa um sechseinhalb Minuten. Milde trotzte auch der 18-prozentige Steigung, die er laufend überwand, während die meisten Teilnehmer nach zwei bis drei Runden dann doch lieber im Gehen den Berg bestiegen. In der zweiten Rennhälfte hatte er zunächst mit etwa sieben Minuten pro Runde auch noch eine hohe Geschwindigkeit. Die letzten fünf Runden absolvierte er dann noch mit jeweils etwa acht Minuten. Letztendlich gewann der Hamburger Ultra-Ausnahmeläufer den Deutschen-Olymp-Marathon in der Zeit von 3:42:27 Stunden deutlich. Er hatte einen Vorsprung von etwa einer halben Stunde auf den Zweitplatzierten Heino Vajen vom 100-Marathon-Club. Bester Läufer aus der Region war Dietrich Lange von der TSG Nordholz, der nach 4:24:40 Stunden als Fünfter ins Ziel kam.
Lediglich eine Frau nahm die Marathondistanz unter die Füße. Hier zeigte Leonie de Jong vom VfL Stade mit einer Zeit deutlich unter fünf Stunden (4:51:09) ihre Stärke.
Hiesige beim Halben vorn
Beim Halbmarathon sicherte sich Skroland Bullwinkel vom TSV Otterndorf in 2:27:18 Stunden den Sieg bei den Frauen. Bei den Männern war Claus Wöbber (Lokomotive Duhnen/2:18:30) der Schnellste.
Ergebnisse
Marathon Frauen: 1. Leonie de Jong (4:51:09 Stunden/VfL Stade).
Marathon Männer: 1. Holger Milde (3:42:27), 2. Heino Vajen (TEA 100-Marathon-Club/4:12:11), 3. Torsten Brunheim (BSV Holborn/4:20:25), 4. Dennis Mahler (Team ultra-Sports Pirate/ 4:20:25), 5. Dietrich Lange (TSG Nordholz/4:24:40), 6. Michael Brehe (FC Bayern München/4:26:40), 7. Oliver Heider (TEA/4:30:11), 8. Thomas Fuß (4:40:12), 9. Jörg Spillner (Cux-Du-Runners SC Elite/4:47:24), 10. Rico Bogacz (100-Marathon-Club/4:49:25), 11. Arendt Brühe (Borener SV/4:56:11), 12. Alexander Henschel (Haynröder Carnevalclub/5:02:22), 13. Ralf Dembeck (Lamstedt/5:04:59), 14. Detlef Hammann (TEA/5:05:00), 15. Ralf Lietz (Laufsport Frisia Goldenstedt/100-Marathon-Club/5:14:52), 16. David Gerlach (Otterndorf/5:15:04), 17. Heiko Weber (TEA/5:19:33), 18. Martin Kühne (Cuxhaven/5:26:37), 19. Ingo Kloss (TEA/5:38:42), 20. André Schmidt (Dunkelziffer e.V./5:38:43), 21. Olaf Weber (Bremerhaven/5:51:15).
Halbmarathon Frauen: Skroland Bullwinkel (TSV Otterndorf/2:27:18), 2. Verena Liebers (SV Blau-Weiß Bochum/2:43:41), 3. Stefanie Collin (Ultrafriesen/2:51:05).
Halbmarathon Männer: 1. Claus Wöbber (Lokomotive Duhnen/2:18:30), 2. Thomas Bullwinkel (TSV Otterndorf/2:27:19), 3. Peter Brause (2:43:08), 4. Dirk Schütze (Stader Night Runners/3:06:31), 5. Jürgen Heinemeyer (Bad Bederkesa/3:15:49), 6. Helmut Schriever (4:03:26), 7. Heiko Dieckmann (TSV Otterndorf/4:24:15).
Offener Lauf: Marcus Griep (30,866 Kilometer), Jürgen Frey (Otterndorf/24,156), Thomas Stelzer (Stader Night Runners/24,156), Markus Krüger (Nordenhamer Weserläufer/22,814), Marcus Pinsker (LG Mauerweg Berlin/22,814).
Wie der Deutsche Olymp-Marathon in der Wingst entstand und was die Läufer begeistert, sehen Sie in einem Video aus unserem Archiv.