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Robbenkolonie:

 "Herr der Robben" im Dauereinsatz

12.12.2013 Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022 09:13 Uhr

HELGOLAND. Die nach dem Sturm „Xaver“ vermissten 47 Kegelrobbenbabys sind Opfer der Naturgewalt geworden. Den nach Friedrichskoog gebrachten fünf Tierwaisen geht es hingegen laut Robbenschützer Rolf Blädel gut. Möglicherweise folgen noch zwei weitere Jungtiere zum Aufpäppeln. Allerdings konnten sie noch nicht eingefangen werden. Sie liegen auf der Aade mitten zwischen Alttieren. Naturschutzbeauftragter und amtlich bestellter Seehundjäger Blädel hat sich den nötigen Respekt vor den riesigen Raubtieren bewahrt.

Weggesteckt hat der „Herr der Robben“ auch den ersten Schrecken der Sturmbilanz: „Das ist eben die Natur“, so der pensionierter Wasserschutzpolizist in seiner besonnen-unaufgeregten Art. Nach Bekanntwerden schlugen die vermissten Tierbabys bis über Deutschlands Grenzen Wellen. Das Medienecho war groß: Ausgesprochen turbulent ging es für Blädel Dienstag zu. Sein erstes Radio-Interview gab es morgens 7.15, das letzte kurz nach 17 Uhr.

Die Robbenkolonie – um die er sich gemeinsam mit dem Verein Jordsand kümmert – kennt er wie seine Anoraktaschen. In der Wurfsaison guckt er täglich auf der Düne nach dem Rechten, markiert Neugeborene an der Hinterflosse und hält Führungen für Gäste ab. Auf den Stränden ist die Wurfsaison weiter in vollem Gang. Am Dienstag waren es elf Geburten, bis Mittwochmittag zählte Blädel weitere drei Neugeborene: „Momentan haben wir 113 Jungtiere und 270 ältere Kegelrobben.“

Von Wiebke Kramp

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