Hightech-Neubau als Schlüssel für Bau von Offshore-Windparks

27.06.2009

BARD-Gruppe feierte in Klaipeda die Taufe ihres Errichterschiffes Wind Lift 1

Von Hans-Christian Winters

"Zvejoti Draudziama? steht direkt am Pier des "Western Shipyard? im litauischen Klaipeda, "Angeln verboten?. Aber das ist eh das letzte, was die vielen Gäste im Sinn hatten: Sie hatten sich hier am Donnerstag versammelt, um die Taufe des Offshore-Installationsschiffes Wind Lift 1 der BARD-Gruppe zu erleben.

Vielleicht heißt es in Litauen anders, aber nach unseren Maßstäben herrschte im früheren Memel Kaiserwetter, als die beiden OLT-Charterflieger mit den internationalen BARD-Gästen von Bremen kommend auf dem Flughafen Palanga landeten. Eine Bustour zur Werft am anderen Ende der Stadt vermittelte den Gäste nur wenige Eindrücke der einst historisch bedeutsamen Stadt, die sich auch fast 20 Jahre nach der Wende immer noch von Kriegszerstörung und den Jahren als Teil der Sowjetunion erholen muss.

Im Kontrast dazu steht das technische Wunderwerk, das an diesen Tag feierlich in einer aufwendigen Zeremonie getauft wird. Wind Lift 1 mit Heimathafen Cuxhaven ist technisch gesprochen eine "Self Elevating Unit?, also ein Schiff, dass sich mittels seiner vier hydraulischen Beine fest auf den Meeresboden stellen kann, um dann die Basis für die Installation von Offshore-Windanlagen zu ermöglichen.

Die beeindruckenden Dimensionen der 72 Meter hoch aufragenden Hubbeine faszinierten die Gäste am Pier ebenso wie der gewaltige Kran und die technischen Details des 60-Mio.-Neubaus, den Geschäftsführer Heiko Ross für die BARD-Gruppe bei seiner Begrüßung als "Schlüssel für den Bau der Offshore-Windparks? bezeichnete. Ab August soll die 50-köpfige Crew um Kapitän Rainer Müller aus Brake mit dem von der Firma TOW Wulff in Cuxhaven bereederten, selbstfahrenden Kranschiff damit beginnen, die 80 Anlagen des 400-Megawatt-Parks in der Nordsee zu errichten.

Mit großem Applaus wurden auch die Worte des britischen Repräsentanten der Finanzgruppe UniCredit zur Kenntnis genommen, der für die Finanzierung der Offshore-Projekte im Konzern (einschließlich der Hypo-Vereinsbank) verantwortlich ist. Chris Holmes bekannte sich ausdrücklich zur finanziellen Unterstützung des milliardenschweren BARD-Projektes und gab damit nach Einschätzung von Anwesenden ein wichtiges Signal für die Branche.

Nach der offiziellen Taufe durch Erna Bekker, eine Tochter von BARD-Gesellschafter Dr. Arngolt Bekker, hatten die Gäste ausführlich Gelegenheit, das Schiff zu begutachten und die Taufe zu feiern. OB Arno Stabbert freute sich sehr über die Wahl des Heimathafens und Reeder Andreas Wulff gab wie Ross unermüdlich Auskunft über technische Fragen ? auch zum gegenüberliegenden Objekt BARD 1.

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