Bahnstrecke Cuxhaven-Hamburg

HVV-Tarifgebiet: Durchbruch bei Verhandlungen

18.05.2017

KREIS CUXHAVEN. Nach Informationen unserer Zeitung ist es bei den Verhandlungen über die Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf der Bahnstrecke bis Cuxhaven offensichtlich zu einem Durchbruch gekommen. (es)

So zeichnet sich ab, dass das besonders für Pendler interessante Zeitkartenmodell entlang der kompletten Bahnlinie bis zur Stadt Cuxhaven ab dem Fahrplanwechsel 2018/2019 gilt. Zudem wird den Hechthausenern und Hemmoorern der Wunsch erfüllt, dass an ihren Bahnhöfen auch Einzel- und Tageskarten des Verkehrsverbundes erhältlich sind.

Wie ausführlich berichtet, drängen neben Cuxhaven drei weitere Landkreise auf einen Beitritt zum HVV. Das Problem: In Hamburg hatte man es mit einer Ausdehnung des Gebietes bislang nicht besonders eilig. Bewegung in die Gespräche kam erst, als sich die Staatssekretärin im niedersächsischen Verkehrsministerium, Daniela Behrens, einschaltete und alle Beteiligten an einen Tisch holte. Die zentralen Fragen: Wer würde die Zeche für die Ausdehnung des HVV-Tarifgebietes zahlen und welche Tarifmodelle (Einzel- oder Dauerkarten) sind realistisch?

Gutachten wurden verfasst und Festlegungen getroffen, wie eine finanzielle Beteiligung der Länder Niedersachsen und Hamburg, der Kreise und Kommunen entlang der Bahnstrecken aussehen könnte. Während das Interesse in Hemmoor und Hechthausen an einer HVV-Vollmitgliedschaft groß und man dort auch bereit ist, sich finanziell an Fehlbeträgen (den sogenannten „Durchtarifierungsverlusten“) zu beteiligen, hielt sich die Begeisterung in der Samtgemeinde Land Hadeln und der Stadt Cuxhaven angesichts der finanziellen Belastungen bislang in Grenzen.

Als sich eigentlich abzeichnete, dass lediglich Hemmoor und Hechthausen den Sprung in den HVV schaffen würden, kam überraschend die Forderung aus Hamburg, unbedingt die komplette Bahnstrecke bis Cuxhaven einzubinden. Das Argument: Allen HVV-Kunden solle die Möglichkeit gegeben werden, mit dem HVV zum Beispiel in die Cuxhavener Küstenregion zu gelangen.

Kreis springt ein

Jetzt scheint eine Lösung gefunden worden zu sein, die in der kommenden Woche auch bei der Sitzung des Kreis-Regionalausschusses zur Sprache kommt. So wird der Landkreis – für die kommunale Ebene – wahrscheinlich die Durchtarifierungsverluste für das Zeitkartenmodell auf der kompletten Bahnstrecke (von Hechthausen bis Cuxhaven – tragen. Zudem ist davon die Rede, dass der Kreis die Hälfte der auf rund 250 000 Euro geschätzten Kosten für die Einführung des Einzelticket-Modells in Hemmoor und Hechthausen übernimmt. Die andere Hälfte (also 125 000 Euro) trägt demnach die Samtgemeinde Hemmoor. Dieser Betrag soll gedeckelt sein. Mögliche höhere Kosten würde der Kreis übernehmen.

Weritz: „Tolle Nachricht“

Der Hemmoorer Bürgermeister Lasse Weritz reagierte gestern erleichtert auf die jüngste Entwicklung: „Eine tolle Nachricht für unsere Stadt und die Samtgemeinde. Damit kommen wir Hamburg ein Stück näher.“

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