In Lebensgefahr vor Helgoland: Junge Männer kentern in der Nordsee mit Schlauchboot
HELGOLAND. Zwei junge Männer verdanken ihr Leben den Seenotrettern der Station Deutsche Bucht/Helgoland: Sie sind nach dem Kentern ihres Schlauchboots vor Helgoland aus der Nordsee gerettet worden.
Ihr drei Meter langes Boot war am Freitagabend nahe der Helgoländer Nachbarinsel Düne gekentert, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Die Mittzwanziger konnten demnach noch per Handy Bekannte an Land über ihre Notlage informieren.
Nur noch auf Rumpf-Spitze
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sei es Kräften der DGzRS mit dem Tochterboot "Verena" des Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede" gelungen, die jungen Männer ausfindig zu machen und zu retten, erklärte Gregor Jeske, Vormann der "Hermann Marwede". Die beiden Schiffbrüchigen saßen Jeske zufolge auf der Spitze des kaum noch aus dem Wasser ragenden Rumpfes ihres Schlauchbootes.
Der Vormann weiter: "Bei den herrschenden nordwestlichen Winden um vier Beaufort und rund einem Meter Seegang war die Gefahr groß, dass sie nördlich der Düne auf die offene See abtreiben. Dann wäre die Suche nach ihnen, gerade bei Dunkelheit, weitaus schwieriger geworden."
Weitgehend unverletzt
Die Seenotretter nahmen die Schiffbrüchigen mit der "Verena" an Bord und versorgten sie. Bis auf eine leichte Unterkühlung seien die beiden Männer unverletzt geblieben. Wenige Minuten später übergaben die Seenotretter die Geretteten an der Helgoländer Landungsbrücke an den Landrettungsdienst. Außerdem sicherten die DGzRS-Kräfte das gekenterte Schlauchboot und brachten es in den Südhafen der Insel. (dpa)