Jugendschützer beim Altstadtfest
Otterndorf (wip). Nils Wiebusch, Wolfgang Kolberg und Kirsten Folgmann mischen sich am späten Nachmittag unters Altstadtfestpublikum. Sie haben junge Leute auf Sicht, die mit Rucksäcken oder Plastiktüten unterwegs sind und einen Becher in der Hand halten. Da könnte Wodka oder Korn drin sein - verbotener Stoff für unter 18-jährige.
Die beiden Beamten des Jugendkommissariats Cuxhaven und die Sozialpädagogin aus der Cuxhavener Kreisverwaltung verstehen ihren Kontrollgang auf der Mega-Party als Präventionsmaßnahme und suchen auf Altstadtfest-Tour den Dialog, um Jugendliche auf die Gefahren des Trinkens hinzuweisen und sie von den harten Drinks abzuhalten. Wer 16 und 17 ist, darf zwar Bier konsumieren, muss aber die Finger von härteren Sachen lassen.
Jugendschutzgesetze und Vertrauen sind wichtig, Kontrolle aber bekanntlich immer besser: Die fröhliche sechsköpfige Gruppe, die die Jugendschützer auf dem Kirchplatz ansprechen, ist jedenfalls schwer begeistert: "Cool, eine Überprüfung." Die Ausweise werden anstandslos gezückt, nachdem sich die Beamten ausgewiesen haben. Aber hier ist alles in Ordnung. Alle haben das Mindestalter, um hochprozentigen Alkohol trinken zu dürfen. "Das ist okay, die sind 18 und älter." Tatsächlich ist es auch für im Jugendschutz versierte Beamte schwierig, bei ihrer Zielgruppe das Alter genau einzuschätzen. Eine 27-jährige sieht wie 17 aus, ein 16-jähriger geht glatt für 20 durch.