Feldtag am 5. Juli

Kann Ackerbohne Übersee-Soja ersetzen?

04.07.2016

BALE/OTTERNDORF. Lohnt der Anbau einheimischer Eiweißpflanzen wie der Ackerbohne? Darum geht es bei einem Feldtag am 5. Juli. Von J.-Christian Mangels

Lohnt der Anbau einheimischer Eiweißpflanzen wie den so genannten Leguminosen (Hülsenfrüchtler) Ackerbohnen und Futtererbsen? Und kann damit Soja in der Fütterung des Milchviehs ersetzt werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Feldtags in Balje und Otterndorf, den die Projektgruppe „Eiweißfutter aus Niedersachsen“ (EFN) am Dienstag, 5. Juli, für Landwirte, Züchter und Interessierte durchführt.

Soja ist eine vielseitige Pflanze. Sie enthält viel Eiweiß und ist ein wichtiges Kraftfutter für Milchvieh. Allein 2014 importierte Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund vier Millionen Tonnen Sojabohnen, vor allem aus Brasilien, den USA und Paraguay – fast 100 Prozent des deutschen Verbrauchs. Der Anbau der Eiweißpflanze in Amerika ist allerdings umstritten. Meist werden gentechnisch veränderte Sorten benutzt, die gegen bestimmte Pestizide resistent sind.

Christian Meyer (Grüne), Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen, fordert deshalb eine Trendwende beim Futtermittel-Einsatz: Niedersachsens Bauern sollen wieder mehr heimische Eiweißfutterpflanzen wie Futtererbsen, Lupinen und Ackerbohnen anbauen und nutzen – statt der billigeren Sojabohnen-Importe. Das helfe dem Klima und der Umwelt, so Meyer.

Wie es um den Ackerbohnen-Anbau im Elbe-Weser-Gebiet bestellt ist, darum geht es bei einem Feldtag am Dienstag, 5. Juli, den die Projektgruppe „Eiweißfutter aus Niedersachsen“ (EFN) auf Gut Hörne in Balje und dem Hof Mushardt in Otterndorf veranstaltet. Der Feldtag beginnt um 10 Uhr auf Gut Hörne mit einem Rückblick auf 2015 und einem Ausblick auf 2016. Anschließend findet eine Feldbegehung der ökologisch bewirtschafteten Flächen von Kuno von Zedlitz statt.

Die Veranstaltung wird gegen 11 Uhr auf den Versuchsfeldern der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Otterndorf fortgeführt. Auf diesen Feldern, die von der Familie Mushardt betreut werden, dreht sich alles um den Pflanzenschutz und die Ackerbohne.

Pflanzenschutzberater Heinrich Steinhoff von der Landwirtschaftskammer in Bremervörde wird den bisherigen Versuchsverlauf erläutern. „Wichtig ist vor allem der fachliche Austausch untereinander“, sagt Andreas Huhn, EFN-Projektmitarbeiter.

Gelegenheit dazu gibt es bei einem gemeinsamen Mittagessen. Anschließend wird Lüder Bornemann, Leiter der Fachgruppe Pflanze der Landwirtschaftskammer Bremervörde, um 14 Uhr einen Überblick des Ackerbohnen-Anbaus in der Region geben. Die Veranstaltung endet gegen 14.15 Uhr.

Anmeldungen sind unter der Adresse info@eiweissfutter-aus-niedersachsen.de möglich.

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