U16-Nationalmannschaft

Basketball: Cuxhavener Kilian Brockhoff spielte bei EM in Italien

20.08.2019

CUXHAVEN/UDINE. In Italien spielt der 15-jährige Cuxhavener mit der U16-Basketball-Nationalmannschaft. Deutschland steigt aber aus der A-Division ab.

Bei der U16-Europameisterschaft in Italien lief es für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft nicht nach Plan. Sechs von sieben Spielen verlor das Team des Deutschen Basketball Bundes und stieg somit aus der A-Division ab. Für den Cuxhavener Kilian Brockhoff war die Teilnahme an der EM trotzdem ein Gewinn. Denn der 2,04-Meter-Junge hat vor gerade einmal zweieinhalb Jahren überhaupt erst mit dem Basketballspielen angefangen. Neben dem Einsatz in der Nationalmannschaft spielt er für Rot-Weiss Cuxhaven und den Young Rasta Dragons (Vechta).

Schwach gestartet

Die deutsche U16-Nationalmannschaft kam bei der Europameisterschaft im italienischen Udine nicht richtig ins Turnier. Schon in der Gruppenphase verloren sie alle drei Spiele - gegen Gastgeber Italien, Russland und Kroatien. Im Achtelfinale musste die DBB-U16 dann gegen Favorit Spanien ran. Deutschland hatte offensiv große Probleme gegen den enormen Druck der Spanier. Der Ball ging zu häufig zu einfach verloren, sodass die Spanier leichtes Spiel hatten. Sie gewannen knapp mit 62:60. "Wir haben heute gegen eines der besten Teams bei dieser EM gespielt und ich finde, meine Jungs haben ihre Sache gut gemacht. Es ist natürlich frustrierend, dass es jetzt zum vierten Mal in Folge am Ende nicht gereicht hat", so Bundestrainer Fabian Villmeter.

Im Spiel um die Plätze 9 bis 16 hieß der Gegner dann Slowenien. 37 Minuten agierte das U16-Team der DBB-Jungen auf Augenhöhe - teilweise sogar besser als die slowenische Auswahl. Für den Sieg reichte es aber ganz knapp nicht: Endstand 65:72.

Nur ein einziger Sieg

Gegen Bosnien und Herzegowina sollte es dann aber endlich mit dem ersten Sieg klappen. Im ersten Spiel um die Plätze 13 bis 16 bezwang das Team von Bundestrainer Fabian Villmeter Bosnien und Herzegowina mit 97:58. Head-Coach Fabian Villmeter nach dem Spiel: "Die Jungs haben das sehr gut gemacht, auch wenn das Spiel zum Schluss ein wenig abgeflacht ist. Wir haben gleich im ersten Viertel für geordnete Verhältnisse sorgen können."

Starker Gegner Lettland

Im Endspiel um den Verbleib in Division A traf die deutsche Mannschaft dann auf Lettland. Im entscheidenden Spiel bei der Europameisterschaft unterlagen die Deutschen aber mit 67:79. Ein bereits hoher Rückstand aus dem zweiten Viertel war am Ende nicht mehr einzuholen. Die Letten waren - besonders aus der Distanz - sehr treffsicher; auch ein tolles Comeback der deutschen Mannschaft in der zweiten Halbzeit reichte da nicht aus.

"Der Albtraum ist leider wahr geworden, die Jungs sind unglaublich geknickt", so Villmeter. "Es sind viele Dinge gegen uns gelaufen, auf die wir eigentlich gut vorbereitet waren. Insofern war dieses letzte Spiel eine Art Spiegel aller Spiele bei der EM, bei dem uns eine schlechte Phase am Ende das Genick bricht. Wir müssen das jetzt wie Männer aufnehmen und dieses Ergebnis in den nächsten Jahren korrigieren."

Für die U16-Nationalmannschaft Deutschland spielten: Kilian Brockhoff (RW Cuxhaven/Young Rasta Dragons), Tjark Lademacher (Hamburg Sharks/BG Hamburg Hittfeld), Luis Wulff (FC Bayern München), Michael Rataj (FC Bayern München/TV Schwaben Augsburg), Vincent Dubbeldam (Alba Berlin), Jakob Hanzalek (Ratiopharm Ulm/BBU 01 Ulm), Jonas März (FC Bayern München/SB DJK Rosenheim), Jacob Patrick (Porsche BBA Ludwigsburg), Drilon Pllana (VfL Kirchheim/Young Tigers Tübingen), Alexander Richardson (SSC Karlsruhe), Benjamin Schröder (FC Bayern München) und Christoph Tilly (Alba Berlin). (red/may)

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