Klettern in luftiger Höhe
WINGST. Zugegeben, die hölzerne Plattform zwischen den Bäumen ist nicht sehr hoch - vielleicht drei Meter über dem Erdboden - und Helm, Gurt und Seilsicherung per Rundlauf dienen als Schutz. Aber sich jetzt einfach fallen lassen, den Sprung ins Ungewisse wagen?
Bereits der Anfängerparcours der neuen Attraktion namens Baumwipfelpfad im Wingster Spielpark hat's in sich und fordert Überwindung ein. Was bei den Affen im Zoo so spielerisch, lässig und leicht aussieht, ist für Homo sapiens sapiens, also den gewöhnlichen Menschen, eine höchst wacklige Angelegenheit. Wer sich vom Boden der Tatsachen löst, muss sich auf einmal ganz neuen Herausforderungen stellen.
Zwischen Bäumen an Seilen hängende Balken erweisen sich als Balanceakt und dann auch noch die Seilbahn, bei der man beherzt Vertrauen zur Anlage haben muss. Kann man auch, weil sie nach dem neuesten Sicherheitssystem funktioniert. Wer die Anfängerstationen mühelos meistert, wird vom Personal für die nächste Herausforderung zugelassen. Insgesamt gibt es in der neuen Anlage im Wingster Spielpark 17 Stationen in zwei bis acht Metern Höhe auf beiden Parcours. Die Kletterer zwischen den Bäumen sind gut gesichert, weil sie rundum in das Stahlseil eingeklinkt bleiben, das System nennt sich Roperoller. Dazu kommt das geschulte Personal. Mindestens zwei Leute gucken, ob da tatsächlich keiner in den Seilen hängen bleibt und geben fachkundige Ein- und Anweisungen. Andre Kutzinski, Svenja von Deesten und Cindy Schwab sind die neu dafür eingestellten Teilzeitkräfte, dazu kommen noch die bewährten Spielparkmitarbeiter Hartmut Jungclaus und Jens Gerdts.
Der Kletterparcours zwischen den Bäumen ist übrigens für jedes Alter geeignet, selbst Opas können ihren Enkelinnen beweisen, dass sie nicht zum alten Eisen gehören. Als einer der ersten bewies dies Bürgermeister Poppe.
Von Wiebke Kramp