Kletterwald in Sahlenburg

02.06.2010

SAHLENBURG. In vielen Städten mit Wäldern gibt es sie bereits: Kletterwälder oder sogenannte Hochseilgärten. Am Montag präsentierte Heinrich Herwig dem Ortsrat Sahlenburg seine Pläne für einen Kletterwald, der im Bereich zwischen Campingplatz, Spielplatz und Marineturm seinen Platz finden könnte. Bevor der Investor seine vielversprechenden Pläne vorstellte, erklärte Forstamtsleiter Dr. Otto Fricke vom zuständigen Forstamt Harsefeld, dass er die Pläne für durchweg gelungen halte und: "Auch nach einer Installierung der Klettergeräte bleibt der Wernerwald ein Wald im Sinne des Landeswaldgesetzes." Was ist eigentlich ein Kletterwald? Ein Parcours aus künstlichen Hindernissen (Seilen und/oder Stahlkabeln), die in Sahlenburg je nach Schwierigkeitsgrad auf einer Höhe von drei bis zehn Metern zwischen den Bäumen mit einer speziellen Klemmtechnik installiert werden könnten. Diese Technik, die bereits in vielen Kletterwäldern erfolgreich praktiziert wird, sorgt dafür, dass es zu keinen wesentlichen Schäden an den Bäumen kommt. Über die Seilkonstruktionen können die Gäste die verschiedenen Stationen erreichen. Jede Station ist in Form einer Plattform auf Bäumen angebracht. Diese Plattformen sind durch Stahlseile, Hängebrücken, Tunnel, schwankende Bohlen oder Seilrutschen miteinander verbunden. Diese Hindernisse gilt es zu überwinden und sich von Plattform zu Plattform durch den Parcours zu arbeiten, wobei jeder Gast durch Klettergurte und Seile gesichert ist. "In Sahlenburg könnte ich mir acht Parcours mit etwa 60 Übungen vorstellen", erklärte Heinrich Herwig, der den Ortsratsmitgliedern auch schon einen detaillierten Plan zeigen konnte. Sollte der Kletterwald in Cuxhaven Realität werden, würden 15 Voll- und Teilzeitkräfte einen Arbeitsplatz bekommen. Nach bisherigen Planungen hätte der Kletterwald als Saisonbetrieb von April bis Oktober geöffnet. Nach ausführlicher Diskussion zeigten sich die Ortsratsmitglieder beeindruckt von dieser Art des sanften Tourismus. Sie votierten einstimmig für einen Kletterwald und beauftragten die Stadt, möglichst schnell einen Bebauungsplan zu erstellen. Jens Potschka

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