Läufer erklimmen vielfach den Deutschen Olymp in der Wingst
WINGST. Der Deutscher-Olymp-Marathon fand in Wingst zum dritten Mal statt.
Die Langstreckenläufer zeigten beeindruckende Leistungen bei dem einzigen Berglauf im Landkreis Cuxhaven.
Über 30 Läufer dabei
Zum dritten Mal fand einer der ungewöhnlichsten Läufe im Cuxland statt. Knapp über 30 Läufer nahmen am Deutscher-Olymp-Marathon in Wingst teil, einige schafften 21 Kilometer, andere liefen 42 oder sogar 50 Kilometer auf dem Rundkurs, der immer wieder den Berg zum Deutschen Olymp hinaufführte.
18 Prozent Steigung
Wer als Spaziergänger schon einmal vom Parkplatz am Wingster Waldzoo die Straße nach oben zum Aussichtsturm Deutscher Olymp bewältigt hat, kann vielleicht erahnen, was die Sportler am Wochenende geleistet haben. Gerade dieser etwa 250 Meter lange Anstieg mit 18 Prozent Steigung ist nicht umsonst auch beliebt bei Ballsportlern, um hier Kondition zu bolzen. Auch Radsportler nutzen die Rampe, um das Gefühl einer Bergankunft zu erleben.
Beste Bedingungen
Die Läufer, die sich unter anderem für Halbmarathon, Marathon oder Ultramarathon angemeldet hatten, starteten bei besten Bedingungen am Fuße des Aussichtsturmes, also oben auf dem Berg. Die knapp über 1,3 Kilometer lange Runde führte sie zunächst über den Kurpark am Zoo vorbei nach unten. Von hier aus ging es auf die Straße, die dann auf den Olymp führt.
Vier Läufer über 50 Kilometer
Vier Läufer absolvierten 38 Runden, kamen dadurch auf 50 Kilometer. Schnellster in dieser Kategorie war Holger Milde aus Hemmoor, der 4:41:06 Stunden benötigte. Verena Liebers aus Bochum war einzige Ultra-Frau (6:17:09). Auch bei den Marathonis (32 Runden = 42,195 Kilometer) war nur eine Frau am Start, nämlich Ramona Franz (6:20:54). Stephan Krakow von der SG Enthe war mit großem Abstand schnellster Mann (3:36:33). Beste von vier Frauen beim Halbmarathon war Marta Owsianna (2:08:20, Rotenburg/Wümme). Torben Ehlers vom TSV Neuenwalde (2:05:19) setzte sich bei den Männern durch.
Erlöse fließen in den Zoo
Veranstalter und Ideengeber Thomas Hargus und sein Team hatten die Strecke und auch das Catering für die Teilnehmer und Zuschauer sehr gut vorbereitet. Die Erlöse aus der Veranstaltung kommen übrigens einem guten Zweck zu. Dieses Mal wird der Förderverein des Wingster Waldzoos bedacht, damit die Bedingungen in der Einrichtung weiter verbessert werden.
Alpaka an der Strecke
Das war auch der Grund, warum in der Anfangsphase eine tierische Beobachterin im Start/Zielbereich war. Die Alpaka-Dame Mareike schaute den Läufern erst etwas skeptisch zu, nachher hatte sie Gefallen daran gefunden.