Die dunkelgrünen Kreise verfügen über die meisten Ökolandbauflächen, die dunkelblauen über die wenigsten. Grafik: Kompetenzzentrum Ökolandbau
Landwirtschaft

Landwirtschaft im Kreis Cuxhaven: Ökolandbau wächst stetig

19.07.2020

KREIS CUXHAVEN. Der Ökolandbau in Niedersachsen wächst. Im Mai haben die niedersächsischen Landwirte für deutlich mehr Flächen als im Jahr zuvor Öko-Prämie beantragt.

Im Landkreis Cuxhaven beträgt der Anteil des Ökolandbaus an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche 4,3 Prozent. Gegenüber 2019 ist der Anteil um 0,5 Prozent gewachsen. Im Jahr 2016 betrug die Anzahl der Bio-Betriebe 68. Über 70 Prozent des Kreisgebietes (etwa 140 000 Hektar) werden landwirtschaftlich genutzt. Der Öko-Anteil im Landkreis Lüchow-Dannenberg beträgt 16,7 Prozent. Lüchow-Dannenberg belegt den Spitzenplatz beim Anteil des Ökolandbaus an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche, gefolgt vom Heidekreis und Lüneburg.

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Landkreis Diepholz

Den größten Flächenzuwachs verzeichnet der Landkreis Diepholz mit 1760 Hektar. Es folgen die Landkreise Wolfenbüttel mit 1240 und Lüneburg mit 990 hektar. Auf Platz vier folgt der Landkreis Emsland mit 951 Hektar neuer Öko-Fläche. Der Grund des Öko-Flächenwachstums im Landkreises Emsland sind 25 neue Bio-Betriebe. Das ist die höchste Anzahl an neuen Bio-Betrieben in einem niedersächsischen Landkreis. Dazu zählen besonders viele Geflügel haltende Betriebe.

Große Nachfrage: Bio-Eier

"Die Nachfrage nach Bio-Eiern steigt. Und die Infrastruktur mit Packstellen, Verarbeitungsbetrieben und Geflügelschlachtereien ist in der Region Emsland besonders gut", sagt Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen, das die Daten auswertet. "Es ist für Betriebe attraktiv, die Legehennenhaltung umzustellen oder ihren Betrieb um Öko-Legehennen zu erweitern. Dort, wo die Strukturen passen und die Abnahme gesichert ist, wächst der Ökolandbau am stärksten, und Öko-Tierhaltung zieht Öko-Ackerbau nach sich."

Abseits: Westen Niedersachsens

Abgeschlagen bleiben die Landkreise im Westen Niedersachsens, die besonders durch intensive Tiermastbetriebe geprägt sind: Der Landkreis Cloppenburg hat 0,8 Prozent Öko-Fläche (Mai 2019: 0,6 Prozent), der Landkreis Vechta 1,1 Prozent Öko-Fläche (Mai 2019: 1,2). Die Grafschaft Bentheim bleibt bei 0,9 Prozent Öko-Fläche stehen. Der starke Flächenzuwachs im Landkreis Emsland zeigt sich in einem deutlichen prozentualen Anstieg von 1,1 Prozent Ökolandbau im Mai 2019 auf 1,6 Prozent im Mai 2020. Nicht nur hohe Pachtpreise machen es dem Ökolandbau im Westen schwer. Es wurden in den Regionen mit intensiver Viehhaltung auch wenig neue Öko-Ställe gebaut.

Daten und Fakten

Offizielle Ökolandbauzahlen: Niedersachsen hatte 2019 insgesamt 120 675 Hektar ökologisch bewirtschaftete Fläche. Das ist eine Steigerung gegenüber 2018 um rund 13 000 Hektar oder zwölf Prozent. Das Land hat 4,7 Prozent Öko-Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Der Bundesdurchschnitt sind 9,7 Prozent. In Niedersachsen wirtschafteten im vergangenen Jahr 2115 Landwirte ökologisch, das sind 6 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 12,9 Prozent. (Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 2020)

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