Triathlet

Lasse Lührs in Top-Form in Tübingen

10.08.2018

TÜBINGEN.  Seinen letzten Triathlon-Wettkampf in diesem Jahr auf deutschem Boden absolvierte der amtierende Deutsche Meister der Elite und U-23 in der Universitätsstadt Tübingen. Der Wingster Lasse Lührs bot eine eindrucksvolle Vorstellung. Er gewann bei diesem Wettkampf der 1. Bundesliga. (sch)

Seinen letzten Triathlon-Wettkampf in diesem Jahr auf deutschem Boden absolvierte der amtierende Deutsche Meister der Elite und U-23 im idyllischen Universitätsstädtchen Tübingen. Und der Wingster Lasse Lührs bot eine eindrucksvolle Vorstellung.

Aufgrund der großen Hitze stand bis kurz vorm Rennen nicht fest, ob das Schwimmen im direkt durch die Stadt fließenden Neckar überhaupt stattfinden kann, weil die Wassertiefe sehr gering war.

Doch in der Nacht vor dem Triathlon-Wettkampf der „1. Triathlon-Bundesliga“ wurde der Neckar angestaut, sodass ein Triathlon über die Sprintdistanz mit 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen wie geplant ausgerichtet wurde.

Trotzdem war der Wasserstart der über 80 Teilnehmer bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius, je nachdem, welche Position die Athleten eingenommen hatten, aus dem Stand im hüfttiefen Wasser oder aus dem Schwimmen heraus, sehr unterschiedlich und ungewöhnlich. Lührs ging mit der Startnummer 3 für sein Team, das EJOT Team TV Buschhütten, mit seinen Teamkollegen Richard Varga, für sein schnelles Schwimmen international bekannter Triathlet, Felix Duchampt, Jonathan Zipf und Jonas Hoffmann an den Start.

Das Schwimmen verlief nicht optimal. Lührs verließ das Wasser als 27., machte aber in der Wechselzone aufgrund eines konzentriert schnellen Wechsels bereits einige Plätze gut und konnte sich rasch im vorderen Drittel der etwa 35-köpfigen Spitzengruppe, die während des Rennens zwischenzeitlich bis zu 20 Sekunden Vorsprung auf die nächste Gruppe hatte, festsetzen. Auf der letzten Radrunde kam es dann allerdings zum Zusammenschluss, sodass knapp 60 Athleten fast gemeinsam auf die Laufstrecke gingen.

Wieder wechselte der 22-jährige gebürtige Wingster schneller als viele Mitstreiter, sodass er sich mit sechs weiteren Athleten auf der Laufstrecke zügig vom großen Pulk absetzte. Vielen Teilnehmern bereitete die große Hitze insbesondere auf der Laufstrecke durch die schmalen aufgeheizten Kopfsteinpflaster-Gassen große Probleme. Lührs, für den aufgrund seines Trainings in der Hitze Spaniens Temperaturen um die 30 Grad Celsius nichts Ungewöhnliches sind, fühlte sich sichtlich wohl beim Laufen. So konnte er in der letzten Runde das Tempo deutlich erhöhen und nur zwei Triathleten waren in der Lage mitzugehen. Die anderen mussten abreißen lassen.

In der letzten Kurve erhöhte Lührs das Tempo ein weiteres Mal und sprintete mit großen, kräftigen Schritten auf die Zielgerade, um sich seinen ersten Sieg in einem Bundesliga-Rennen zu sichern. Es war nicht nur sein erster Bundesliga-Sieg, sondern auch der erste Sieg eines Deutschen bei einem Rennen der „1. Triathlon-Bundesliga“ in diesem Jahr.

Gleich nach dem Wettkampf ging es für das 22-jährige Triathlon-Talent ins dreiwöchige Höhentrainingslager in die Sierra Nevada, in dem er sich nun auf den Weltcup in Montreal Ende August und die U23-Weltmeisterschaft an der Gold Coast Australiens Mitte September vorbereitet. 

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