Letzte Vorbereitungen für "Sommerabend"

21.07.2007

Schonung des Deiches und Jugendschutz sollen großgeschrieben werden

<b>mr. ­- Zwei Aspekte standen im Mittelpunkt bei der letzten großen Vorbesprechung aller Beteiligten beim Sommerabend am Meer: Die Deichsicherheit und der Jugendschutz. </b> Übermäßigem Alkoholkonsum und Randale sollen gleich von Anfang an Riegel vorgeschoben werden, so Gerhard Schlichting, Leiter des Veranstaltungszentrums. Damit das Fest am kommenden Donnerstag, 26. Juli, im gewohnten Rahmen stattfinden kann, muss erstmal das Wetter mitspielen: "Wenn der Termin schon morgen wäre, dann müssten wir sagen: Das Deichvorland ist nicht befahrbar", sagt Schultheiß Jürgen Schubel unmissverständlich. Sollten stärkere Regenfälle aber in den nächsten Tagen ausbleiben, dann bestünden gute Chancen, dass Buden und Bühnen wie gewohnt aufgebaut werden könnten ­ bevorzugt an den befestigten Plätzen. Vorgesehen sind drei Bühnen, die, wie auch die Buden von einem Spezialfahrzeug des Deichverbands an ihre Standorte gebracht werden sollen. "Wichtig ist, dass wir den Deich schützen", hat auch Gerhard Schlichting erkannt. Gut dafür ist, dass das Veranstaltungsgelände besser ausgenutzt werden kann, seit das Feuerwerk auf einem Ponton in der Bucht gezündet wird ­ auch diesmal wieder. Ponton LVP 10 von Ludwig Voss wird rechtzeitig vom Feuerwerker bestückt und schon vormittags bei Flut an den Standort in rund 200 Metern Sicherheitsabstand gebracht. Für eine Bewachung ist gesorgt. Schlichting dankte in dem Zusammenhang den Firmen Taucher Wulf und Ludwig Voss für die Unterstützung. Die Polizei errichtet eine mobile Wache an der Hauptbühne und wird außerdem ihre "Beach-Watch"-Einsatzkräfte über das Gelände schicken. "Die schreiten ein, wenn sie Jugendliche sehen, die Alkohol trinken", versicherte ein Polizei-Vertreter, "Streitereien werden vor Ort beendet, Randale nicht zugelassen." Kräfte des Landkreis-Jugendamtes hielten sich für den Fall von Inobhutnahmen Jugendlicher rufbereit. "Wir hoffen, dass die Eltern Einfluss nehmen", so Gerhard Schlichting. An den Ständen würden keine alkoholischen Getränke an Jugendliche ausgeschenkt. Doch die Erfahrung zeigt: Viele sorgen schon vor und kommen entsprechend angetrunken und mit eigenen Vorräten zum Fest. "Dafür ist der Veranstalter nicht verantwortlich", so Gerhard Schlichting. Der Landkreis habe die Geschäftsleute der Umgebung angeschrieben mit der Maßgabe, den Alkoholverkauf an Minderjährige zu unterlassen und sich im Zweifel Ausweise zeigen zu lassen, so Kirsten Folgmann-Gudehus vom Jugendamt. Der Genuss branntweinhaltiger Getränke sei Jugendlichen übrigens selbst im Beisein der Eltern verboten, betont sie. Im Übrigen hofft sie, dass mehr Erwachsene sich trauen, Jugendliche auf Alkoholkonsum anzusprechen: "Wer wegguckt, fördert das Verhalten, ja, könnte für das Wegsehen sogar angezeigt werden."

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