Große Suche

Morde an Prostituierten im Kreis Cuxhaven: Polizei veröffentlicht Phantombilder

13.11.2019

KREIS CUXHAVEN. Die Polizei Cuxhaven wendet sich bei der Ermittlung in zwei Frauenmorden von 1992 und 1993 an die Öffentlichkeit. Nun haben die Ermittler Phantombilder veröffentlicht.

Der Unbekannte steht im Verdacht, 1992 die Prostituierte Vanessa Wardelmann und 1993 Anja Witt, die ebenfalls auf den Straßenstrich in Bremerhaven-Lehe ging, erwürgt zu haben. Am Mittwochabend schilderte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst ..." die beiden Fälle.

Fahrradfahrer findet Leiche

Am Donnerstagabend, 24. September 1992, gegen 20 Uhr ging ein unbekannter Täter zum Straßenstrich in der Van-Heukelum-Straße in Bremerhaven und lockte die 22-jährige Vanessa Wardelmann, die dort als Prostituierte arbeitete, als mutmaßlicher Freier in einen dunkelblauen Kleinwagen. Am Sonnabendmorgen (26. September 1992) wurde der Leichnam der jungen Frau nahe dem Fluss Lune im Bereich der Gemeinde Loxstedt in der Nähe der Anschlussstelle Bremerhaven-Süd/Nesse an der A27 von einem Fahrradfahrer aufgefunden.

Frauen erdrosselt

Etwa sieben Monate später, am Sonnabend, 8. Mai 1993, hat ein Unbekannter Kontakt zu der damals 26-jährigen Anja Witt aufgenommen, die ebenfalls als Prostituierte in der Van-Heukelum-Straße in Bremerhaven gearbeitet hatte. Der Leichnam der jungen Frau wurde am nächsten Tag (9. Mai 1993) in einem Waldstück an der B 215 in der Nähe der A 27 an der Ausfahrt Verden-Nord von Spaziergängern aufgefunden. Beide Frauen wurden erdrosselt.

Ermittlungsgruppe gegründet

Die Polizeiinspektion Cuxhaven hat jetzt eine Ermittlungsgruppe gegründet, um die beiden Fälle Jahrzehnte später aufzuklären, denn beide Morde weisen Parallelen auf.

Täter könnte derselbe sein

Es gibt außer DNA-Spuren auch weitere Hinweise in diesen beiden Fällen darauf, dass die beiden jungen Frauen Opfer ein und desselben Täters geworden sind. Der Mörder suchte sich in beiden Fällen junge Frauen als Opfer aus, die auf dem Straßenstrich in der Van-Heukelum-Straße in Bremerhaven tätig waren. Beide Frauen wurden erdrosselt. Beide Fundorte der Leichen befinden sich im Bereich der A 27 und beide Frauen wurden mit 5 Zentimeter breitem Leukoplast geknebelt.

Phantombilder nun veröffentlicht

Die Staatsanwaltschaft Stade hat beim zuständigen Amtsgericht einen Beschluss zur Veröffentlichung von zwei Phantombildern erwirkt, die im Rahmen der Ermittlungen in den Jahren 1992 und 1993 entstanden und bisher nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. Beide Phantombilder weisen gewisse Ähnlichkeiten der abgebildeten Personen auf.

5000 Euro Belohnung

Wer Angaben zu den abgebildeten Männern machen kann, wird gebeten, sich an die Polizeiinspektion Cuxhaven zu wenden: Telefon (0 47 21) 57 32 00. Die Polizeidirektion Oldenburg hat für entscheidende Hinweise, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung der beziehungsweise des Täters führen, eine Belohnung von bis zu 5000 Euro ausgesetzt.

CNV News-Podcast - Hören statt lesen!

Lesen Sie auch...
Blaulicht

+ + + Meldungen in Kürze: Aus dem Polizeibericht im Kreis Cuxhaven + + +

13.08.2020

KREIS CUXHAVEN. Hier erfahren die Cuxländer und ihre Gäste alles Wissenswerte aus dem Polizeibericht der vergangenen Tage. Die Kurzmeldungen der Polizei aus Stadt und Kreis Cuxhaven.

Brand im Wetternweg

Nach tödlichem Feuer im Wetternweg in Cuxhaven: Polizei äußert sich zur Brandursache

13.08.2020

CUXHAVEN. Ein Opfer forderte das Feuer in einem Einfamilienhaus im Wetternweg in Cuxhaven. Nun äußert sich die Polizei auf Nachfrage zur Brandursache.

Eltern-Kind-Kur: Geht wieder

Nach Corona-Pause in Cuxhaven: Kurkliniken wieder am Start

von Maren Reese-Winne | 13.08.2020

CUXHAVEN-DUHNEN. Nach der Corona-Pause sind die Kurkliniken "Nordseeküste" und "Strandrobbe" wieder geöffnet - allerdings mit einigen Einschränkungen und Änderungen.

Gebäude steht derzeit leer

Ehemaliger Aldi in Cuxhaven: Neue Einkaufsmöglichkeit in Grodener Chaussee?

von Kai Koppe | 13.08.2020

CUXHAVEN. Bevor ein Nachnutzer gewonnen werden konnte, der im ehemaligen "Penny"-Markt Süderwisch tatsächlich Lebensmittel anbieten will, gingen mehr als sechs Jahre ins Land.