Neue Exponate für Grönemeyer-Fan-Museum in Cadenberge
CADENBERGE. Wolfgang Heß sorgt für Schlagzeilen, längst nicht mehr nur in der Niederelbe-Zeitung und den Cuxhavener Nachrichten.
Die Pläne des musikbegeisterten Cadenbergers, der in seinem Heimatort ein Grönemeyer-Fan-Museum eröffnen will, werden bundesweit wahrgenommen. Die Vorbereitungen für den Museumsbau laufen derweil auf Hochtouren, die neuesten Exponate kommen aus Bochum, Herbert Grönemeyers Heimatstadt.
Der große Traum vom Grönemeyer-Fan-Museum rückt für Wolfgang Heß immer näher. Die Finanzierung für den 700-Quadratmeter-Museumsbau am Ortsausgang von Cadenberge, gegenüber der Feuerwache, steht weitgehend; der Bauantrag liegt dem Landkreis zur Prüfung vor. "Sobald die Baugenehmigung da ist, wollen wir loslegen", sagt Heß. Wenn alles klappt, könnte das Grönemeyer-Fan-Museum noch in diesem Jahr fertig sein. "Das wäre ein Traum."
Der Musiker Herbert Grönemeyer, in Göttingen geboren und in Bochum aufgewachsen, hat keine biografischen Bezüge zum Landkreis Cuxhaven - und will sich zu den Museumsplänen auch auf Nachfrage nicht äußern. Doch das ficht Initiator Heß nicht an: "Ich ziehe das jetzt durch". Eine "touristische Attraktion" für die Region soll das Fan-Museum werden, architektonisch schlicht und an den industriellen Charme von Grönemeyers Heimatstadt Bochum angelehnt.
Das Medieninteresse für Heß' Fan-Museum ist schon jetzt enorm. Mit einem Artikel in unserer Zeitung fing es im September 2019 an. Wenig später meldeten sich die ersten Fernsehsender: TV-Teams von NDR, RTL Nord, und Sat.1 Regional haben in Cadenberge gefilmt. Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtete über den leidenschaftlichen Grönemeyer-Fan und seine Sammlung.
Mehr als 1000 Grönemeyer-Devotionalien hat der 58-jährige Uhrmacher und Bürgermeister in den vergangenen 40 Jahren zusammengetragen - und es kommen immer wieder neue dazu. Aus Bochum hat Heß gerade ein überdimensionales, beleuchtbares Zippo-Feuerzeug des Künstlers Daniel Uibel (mit dem berühmten Album-Titel "4630 Bochum") abgeholt.
Aus Gelsenkirchen stammt eine prall gefüllte Güterlore. Der Schienentransportwagen, der an Bochums Bergbautradition erinnert, soll als "Eyecatcher" vor dem Museum aufgestellt werden. Und im Schuppen wartet bereits ein alter Opel Kadett auf seinen Einsatz - ein rollendes Denkmal für den Grönemeyer-Song "Kadett" von 1983.
Viele Inszenierungsideen
Für die Präsentation der zahlreichen Exponate, darunter Konzertposter, Schallplatten, Musikkassetten, CDs, DVDs, T-Shirts, Tassen und Becher, gibt es bereits viele Ideen. Ein Freund von Wolfgang Heß, Rönke von der Heide von der Hamburger Kreativ-Agentur "De Drifft", hat zusammen mit seiner Partnerin Beke Fahrenbach ein Konzept mit vielen Inszenierungsideen ausgearbeitet. Das Cadenberger Fan-Museum, so Rönke von der Heides Vorschlag, könnte "Erlebnisse mit Erinnerungswert" bieten. Unter anderem schlägt der Start-up-Gründer aus Hamburg vor, einen Kiosk - typisch für Grönemeyers Ruhrpott-Heimat - im Museum als Treffpunkt und Verkaufsstelle aufzustellen - eine Idee, die Wolfgang Heß grandios findet.
Weitere Visionen aus der Ideenskizze sind "fliegende Banner" mit Grönemeyer-Texten, die "durchwandert" werden können, interaktive Sound-Stationen, eine Karaoke-Station und eine Litfaßsäule, auf der Grönemeyer-Plakate präsentiert werden.