Treffen bei der Poststelle im Dorfladen in Oberndorf, um die Wettbewerbsunterlagen auf den Weg zu bringen. Birgit Lemke, Christian Beckmann, Bert und Marlene Frisch, Detlef Horeis und Hans-Heinrich Katt (v.l.). Foto: Kramp
Treffen bei der Poststelle im Dorfladen in Oberndorf, um die Wettbewerbsunterlagen auf den Weg zu bringen. Birgit Lemke, Christian Beckmann, Bert und Marlene Frisch, Detlef Horeis und Hans-Heinrich Katt (v.l.). Foto: Kramp
Unterlagen abgegeben

Oberndorf kämpft um den europäischen Dorferneuerungspreis

von Wiebke Kramp | 12.02.2020

OBERNDORF. Die Oberndorfer sehen sich als standfest, mit Weitblick und das Heft des Handels in der Hand.

Und so beschreiben sie ihre lokale Antwort auf globale Herausforderungen auf Plattdeutsch und Englisch denn auch: "Stoh fast, kiek wiet und rööch di! Be steady, look forward, take action!". Mit diesem neuen Motto haben sie ihre eingesandten Bewerbungsunterlagen für einen wichtigen internationalen Wettbewerb versehen.

Als einziges Dorf Niedersachsens ist die Oste-Gemeinde ausgewählt worden, an dem Wettbewerb um den europäischen Dorferneuerungspreis teilzunehmen.

Und dies verstehen die Oberndorfer als große Ehre - daher haben sie sich seit Bekanntwerden aufgemacht, in ihrer Bewerbung ein bestmögliches Bild von ihrem 1351-Einwohner-Ort abzugeben und zu beschreiben, welche dynamischen Prozesse die Dorferneuerung hier in Gang gesetzt hat.

Der Wettbewerb steht unter der Überschrift "Lokale Antworten auf globale Herausforderungen." Die zusammengestellten Unterlagen wiegen nicht nur inhaltlich schwer. Der 5,5 Zentimeter dicke schwere Umschlag ist zur Post gebracht worden. Darin stellt die Dorfgemeinschaft ihre Vielfalt vor und unter anderem, dass mehr als 20 Projekte unterschiedlichster Art in zehn Jahren im Kontext der Dorferneuerung entstanden seien, zum Beispiel die Bürgergenossenschaft "Die Oberndorf eG", das "Forum", die Kinder-Nachmittagsbetreuung "Kiwitte" oder die neue freie Schule Lern-Art, die "Welcome Flüchtlingshilfe", der "Hallo-Nachbar"-Treff, die gemeinwohlorientierte Kombüse oder das Museum "Spurensuche".

Und mehr noch: Die Oberndorfer geben Ausblick, dass weitere Projekte wie der Aufbau einer solidarischen Landwirtschaft oder eines Unverpackt-Ladens bereits auf dem Schirm sind und das Schulgebäude soll zum gemeinnützig betriebenen Kompetenz-, Handlungs- und Begegnungszentrum werden. Getreu dem neuen Motto: "Stoh fast, kiek wiet und rööch di!"

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