Oliver Marks holt zum dritten Mal in Folge DM-Titel
NEUHAUS. Für Oliver Marks vom Wasserski-Club (WSC) Neuhaus standen mit der Deutschen Meisterschaft sowie den Europameisterschaften die Highlights der diesjährigen Wasserski-Saison an. Oliver Marks wurde zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister. Bei der EM gab es eine Top-Ten-Platzierung.
Bereits eine Woche vor Beginn der nationalen Meisterschaften reiste er zum Alfsee in der Nähe von Osnabrück, um an einem Kadertrainingslager zur Vorbereitung auf diese Wettkämpfe teilzunehmen. Nach einer Woche intensiven Trainings mit täglich drei Stunden auf dem Wasser galt es, sich zu Beginn der DM zunächst für die Finalläufe zu qualifizieren.
Mit einem sicheren Lauf in seiner Paradedisziplin Trickski qualifizierte sich Marks mit dem ersten Platz für den Finallauf. Im Slalomlauf konnte er seine aufsteigende Form aus der Trainingswoche nicht bestätigen und verfehlte die Finalplatzierungen recht deutlich. Im Finale hatte er als Vorlaufsieger den Vorteil, als Letzter zu starten, sodass die Konkurrenz zunächst vorlegen musste. Mit einem Sicherheitslauf erzielte er nach dem ersten Durchgang 5620 Punkte und lag damit nur 50 Zähler hinter seinem stärksten Konkurrenten Niklas Heinicke vom WSV Friedberg. Dieser konnte sich im zweiten Durchlauf nicht weiter verbessern, sodass dieser knappe Rückstand vor Marks' zweitem Lauf noch Bestand hatte. Er zeigte daher zusätzlich zu seinem mit vielen Saltos gespickten Lauf noch einen weiteren 540-Grad-Sprung und sicherte sich mit 5960 Punkten zum dritten Mal in Folge den Titel des Deutschen Meisters.
Am darauffolgenden Wochenende fanden in Minsk (Weißrussland) die Europameisterschaften der Herren und Damen statt. Für diese hatte sich Marks durch gute Wettkampfergebnisse unter der Saison in der Disziplin Trickski qualifiziert. 60 Starter aus neun Nationen waren beim Saison-Highlight am Start. In der Qualifikation wiederholte er seinen Siegeslauf vom Wochenende zuvor und erreichte als Achter der Qualifikation das Finale der besten zwölf. Für das Finale setzte er dann alles auf eine Karte: Um eine Möglichkeit auf die vorderen Plätze zu wahren, fuhr er beide Läufe auf volles Risiko und zeigte bereits zu Beginn unter anderem zwei Saltos mit 360-Grad-Drehung. Sein Plan ging hierbei fast auf. Aufgrund eines späten Sturzes brachte er lediglich seine zwei letzten Saltos nicht mehr in die Wertung. Somit war ein Sprung auf die ganz vorderen Plätze zwar nicht mehr möglich, mit dem sechsten Platz im Finale hatte er jedoch seine eigenen Erwartungen mehr als übertroffen.