Der alte Aldi-Markt an der Cuxhavener Straße soll in Kürze abgerissen werden, um Platz für einen größeren Neubau zu schaffen. Die Eröffnung der neuen Filiale ist für den Sommer 2019 geplant. Foto: Mangels
Der alte Aldi-Markt an der Cuxhavener Straße soll in Kürze abgerissen werden, um Platz für einen größeren Neubau zu schaffen. Die Eröffnung der neuen Filiale ist für den Sommer 2019 geplant. Foto: Mangels
Einzelhandel

Otterndorf: Alter Aldi kurz vor dem Abriss

von Christian Mangels | 01.12.2018

OTTERNDORF. In gut einer Woche soll es losgehen: Dann wird der alte 800 Quadratmeter große Aldi-Markt in Otterndorf abgerissen.

Die Arbeiten beginnen am 10. Dezember. Nach dem Abbruch soll der Discounter wieder neu aufgebaut und dabei auf eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern ausgeweitet werden.

Das Gebäude an der Cuxhavener Straße ist mittlerweile leer geräumt und wartet auf den Abrissbagger. Die Demontage der erst sieben Jahre alten Aldi-Filiale soll am 10. Dezember starten, wie Manuel Sentker, Pressesprecher von Aldi Nord, auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. "Mit dem Neubau eines neuen, modernen Marktes werden wir dann Anfang Januar beginnen", sagte Sentker. Die Bauzeit wird - je nach Witterungsbedingungen - rund sechs Monate dauern. Die Eröffnung der neuen Filiale ist für den Sommer 2019 geplant. Bis dahin läuft der Aldi-Verkauf in den früheren Verkaufsräumen am Sophienweg (unter der Volkshochschule) weiter. Der Neubau wird dem bereits umgebauten Markt in Cadenberge ähneln.

Warum soll eigentlich erneuert werden? Aldi Nord hat im vergangenen Jahr das Umbauprojekt "Aniko" (Aldi Nord Instore Concept) ins Leben gerufen; alle rund 2300 Aldi-Märkte werden nach und nach modernisiert, so auch die Filiale Otterndorf. Die Umsetzung lässt sich das Unternehmen in ganz Deutschland nach eigenen Angaben etwa 5,2 Milliarden Euro kosten.

"Der Fokus liegt dabei vor allem auf einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen sowie einem vergrößerten Angebot an frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren", so Sentker. Auf dem Flachdach des neuen Gebäudes werde eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 70 bis 100 kW errichtet. Zusätzlich soll in das Geschäft eine Wärmerückgewinnungsanlage eingebaut werden. Moderne LED-Lichttechnik kommt zum Einsatz. Durch den Verzicht auf jegliche fossile Brennstoffe soll eine CO2- Ersparnis von 60 bis 70 Tonnen pro Jahr erzielt werden. Im Außenbereich werden breitere Pkw-Einstellplätze geschaffen - 2,80 Meter statt 2,50 Meter breit.

Nicht nur bei Aldi stehen die Zeichen auf Wandel: Auch der Otterndorfer Lidl hat eine Erweiterung beantragt - und will sogar noch größer werden als Aldi. Der Discounter-Riese strebt für seinen Markt am Liebesweg eine Verkaufsfläche von 1400 Quadratmetern an. Das soll auf dem bisherigen Betriebsgrundstück passieren - entweder mit einem Anbau oder per Abriss und Neubau. Wann die Umbauarbeiten starten, steht noch nicht fest.

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