Torsten Heitsch, seit 25 Jahren bei den Wasser- und Bodenverbänden in Otterndorf, seit gut 20 Jahren Geschäftsführer. Foto: Rohde
Torsten Heitsch, seit 25 Jahren bei den Wasser- und Bodenverbänden in Otterndorf, seit gut 20 Jahren Geschäftsführer. Foto: Rohde
Wasser- und Bodenverband

Otterndorfer Torsten Heitsch feiert Jubiläum

von Ulrich Rohde | 06.01.2019

OTTERNDORF. Jedes Jahr mindestens ein Großprojekt, da ist in gut 20 Jahren als Geschäftsführer der Wasser- und Bodenverbände in Otterndorf für Torsten Heitsch einiges zusammen gekommen.

Seit 25 Jahren arbeitet der Bauingenieur für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik nun in dem Haus in der Raiffeisenstraße 10, in dem etliche Verbände - vom Hadelner Deich- und Uferbauverband, über Schleusenverbände bis zum Unterhaltungsverband Land Hadeln - untergebracht sind. Für alle ist Heitsch als Geschäftsführer seit 1998 verantwortlich.

Torsten Heitsch ist ein echter Otterndorfer, hier wurde er 1960 geboren, ging hier zur Schule und baute in Cuxhaven sein Abitur. Nach der Bundeswehr studierte er an der Fachhochschule Nordostniedersachsen. In seiner Diplomarbeit befasste er sich mit dem Ausbau der Medem. Nach dem Studium ging es zunächst zu einer Baufirma und anschließend für zehn Jahre zum Landkreis Stade. Anfang 1994 holte ihn sein Vater Rolf Heitsch, der damals Geschäftsführer der Wasser- und Bodenverbände war, nach Otterndorf. Vier Jahre später trat Torsten Heitsch in die Fußstapfen seines Vaters.

In diesem Jahr stieß der Unterhaltungsverband Land Hadeln zur Bürogemeinschaft hinzu. In den Folgejahren kamen weitere Verbände hinzu. Seit 2017 übernehmen die Verbände auch den Einzug aller Abwassergebühren für die Stadt Cuxhaven. Trotz der erheblichen Ausweitung der Aufgaben ist die Anzahl der Mitarbeiter überschaubar geblieben. Sie beträgt rund 50. Gleichzeitig wurde durch den Einsatz von EDV, etwa bei der Anlagenfernsteuerung, sowie durch die Automation von Maschinen Effizienz hinzugewonnen.

Hatten die Verbände vor 20 Jahren einen Bagger zur Verfügung, so sind es heute zehn, die alle komplett ausgelastet sind. Die Vielfalt der bei den Wasser- und Bodenverbänden vertretenen Berufe ermöglicht ein Höchstmaß an Eigenregie. "Wir versuchen immer, alles selbst mit den eigenen Leuten ohne fremde Hilfe zu machen", sagt Heitsch. Das Prinzip habe sich über Jahre auch aus Kostengründen bewährt. So konnten die Beiträge in 25 Jahren stabil gehalten werden. Die einzige nennenswerte, jedoch leichte Anhebung verzeichnete der Wasserversorgungsverband 2005, nachdem das Wasserwerk Altenwalde komplett erneuert worden war.

In den ehrenamtlichen Gremien der Verbände hat sich ein Generationswandel vollzogen. Das Prinzip ist das gleiche geblieben, miteinander an einem Strang zu ziehen und somit viel zu bewirken.

So beim Schöpfwerksumbau in Otterndorf, bei der Sanierung des Wasserwerks Wanna, beim Sielbau in Altenbruch, der Grodener Industrieansiedlung, der erhebliche Arbeiten vorausgingen, beim schließlich erfolgreichen Kampf um das Schöpfwerk an der Hadelner Kanalschleuse, die in Kürze gebaut wird.

Extremereignisse

Die Erweiterung des Bauhofs ist ebenso zu nennen wie die Bildungs- und Informationsstätte über den Deichbau, die gerade in Altenbruch der Öffentlichkeit übergeben worden ist. Dickster Brocken war wohl der Deich- und Uferschutz mit dem Buhnenbau zwischen Altenbruch und Otterndorf im Vorgriff auf die Elbvertiefung. Auch die Schäferei in Wehldorf mit Stallanlagen gehört zu den großen Projekten des Deichverbandes.

Trotz dieser sichtbaren Arbeitsergebnisse: Die Arbeit für den Wasserbauer hat sich in all den Jahren stark verändert: Viel mehr Verwaltungsarbeit, noch mehr Technik. "Wir vertrauen trotz aller Entwicklungen auf unsere schlanken, überschaubare Strukturen", sagt Torsten Heitsch. Und er ist sicher, dass auch künftig Extremereignisse wie Sturmfluten, Überschwemmungen, enorme Niederschlagsmengen bewältigt werden können. "Mit unserer super Mannschaft und den Gremien, die mitziehen, ist das machbar", ist Heitsch überzeugt.

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Ulrich Rohde

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