Zur Karnevalszeit

Partyschiff schunkelt mächtig an der Oste

12.02.2018

GEVERSDORF. Der Saal ist voll. Die Kostüme sind ideenreich auf Maß geschneidert. Von Carmen Monsees

Die Gute-Laune-Musik der „Happy-Partyband“ kommt an. Tanzen und Spaß haben kennzeichneten am Sonnabend das Treiben vor der Bühne in der Ostehalle. Die Partygänger legten sich mächtig ins Zeug für den ersten Platz der Preismaskerade. Einmal im Jahr steht die Gemeinde Geversdorf Kopf, zur traditionellen Preismaskerade des Schützenvereins. Etwa 900 Partyfreunde aus nah und fern feierten am Sonnabend in der Ostehalle. Ob als Kobolde, Hippies, Fledermäuse oder als Kopie einer schrillen Persönlichkeit – die durchweg fantasievolle Kostümierung war eine Augenweide, die Seinesgleichen suchte.

„Die Preismaskerade des Geversdorfer Schützenvereins gibt es seit mehr als fünf Jahrzehnten“, erzählt Jörg Möller. Er ist im Dorf der Schützenpräsident. Heute trägt er – ganz nach Vorschrift – die leuchtend gelbe Ordnerweste, wie seine Schützenkameradinnen – und Kameraden im Übrigen auch. Neben ihm steht Lars von Ahn. Er lehnt sich gemütlich mit dem Rücken an die Wand. Sein Blick wandert nach oben. „Eintausend Luftballons, ich sehe schon die glückliche Kinderschar vor mir, wenn wir die Ballons morgen zur Kindermaskerade herunterlassen“, sinniert er. Der stellvertretende Schützenpräsident ist einer der Vereinsmitglieder, die tagelang die große Sause im Sinne des Karnevals vorbereitet haben. „Da bin ich eben ganz in meinem Element, wenn das Dorf etwas zusammen auf die Beine stellt“, bekennt er.

Noch herrscht keine Hektik in der Ostehalle. Die als Ordner erkennbaren Schützen stehen in kleinen Gruppen zusammen und plauschen über vergangene Zeiten.

21 Uhr: Der DJ legt die erste Disco-Mucke auf. Der Großwildjäger und seine Trophäen sind bereits eingetroffen. Das erste Gedeck steht auf dem Tisch, da kommen auch schon die Kobolde um die Ecke gefegt. „Gemach, gemach“, rufen die „Oldies aus Isensee“ und wedeln demonstrativ mit Krückstock und Teppichklopfer. Es ist nur scherzhaft gemeint, denn drohen möchte hier heute Abend niemand. Abfeiern lautet am Sonnabend vor Rosenmontag die Devise. „Doch klappern gehört zum Geschirr“, flüstert der Oldie. Schließlich wisse ja niemand, wer denn heute Nacht die Jury für die Preismaskerade bildet. „Man munkelt, sie mischen sich unauffällig unter die Feiernden.“ Da wolle man schließlich eine gute Figur machen, bis der Preis endlich eingesackt ist. Danach sei alles egal, grinst der Oldie schelmisch. Jörg Möller hat das mitbekommen. Und, nein, er verrät nicht, woran das Auswahlkomitee zu erkennen ist. Mittlerweile ist es 22.30 Uhr: Etwa 500 Besucher feiern bisher in der Ostehalle. Die „Happy-Partyband“ gibt alles. Mit Songs, wie „Die, die immer lacht“ oder Helene Fischers „Phänomen“ treffen die Musiker den Nerv der Gäste.

Mitternacht: Und es scheint, als sei noch ein Bus voller Partygäste nach Geversdorf abgebogen. Es bildet sich eine Schlange am Eingang und Schützenpräsident Jörg Möller meint, „an die 900er-Marke kommen wir jetzt ran.“ Die Jury ist inzwischen auch zum Ergebnis gekommen. Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es sprichwörtlich und so auch in Geversdorf. Die Gruppenwertung haben der Großwildjäger aus Bülkau und seine Trophäen gewonnen. In der Einzelwertung siegte die Waldfee aus Cadenberge.

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