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Umzug

Post schränkt Service in Hechthausen ein

30.03.2017 Zuletzt aktualisiert: 20.06.2022 16:29 Uhr

HECHTHAUSEN. Die Post in Hechthausen zieht um und schränkt ihr Angebot deutlich ein: Öffnungszeiten werden reduziert und Postfachkunden haben die Kündigung erhalten. (es)

Seit genau zwei Jahren war die Postfiliale in „Thonis Modellshop“ untergebracht. Vor- und nachmittags konnten die Hechthausener dort ihre Briefe abgeben, Briefmarken kaufen oder den Postfach-Service nutzen. Doch in dieser Woche schließt das Geschäft seine Türen – und damit wird sich auch für die Postkunden einiges ändern.

Torsten Tödt ist Unternehmer und Vorsitzender des Hechthausener Gewerbevereins. Und er wundert sich: „Da kursieren zwar jede Menge Gerüchte, aber etwas Offizielles hört man hier von der Post nicht, ob, wann und wie es weitergeht.“ Erst auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte die Post am Mittwoch den bevorstehenden Standortwechsel. Am Sonnabend, 1. April, wird die Postfiliale in der Bahnhofstraße eröffnet. „Dort bieten wir die allgemeinen Postdienstleistungen rund um Briefe und Pakete an“, bestätigte Pressesprecherin Maike Wintjen. Allerdings sind die Öffnungszeiten deutlich eingeschränkt.

„Nicht wirtschaftlich“

Vormittags ist die Filiale ausschließlich sonnabends erreichbar (9 bis 12 Uhr). Von montags bis freitags öffnet die Post nur noch von 14.30 bis 17.30 Uhr. Eine Ausdehnung der Öffnungszeiten wäre nach Angaben der Postsprecherin „nicht wirtschaftlich“. Zudem handele es sich bei dem Umzug in die Bahnhofstraße nur um eine „Zwischenlösung“, denn das Unternehmen sei weiterhin auf der Suche nach einem Partner, in dessen vorhandenem Geschäft auch die Postfiliale angesiedelt werden könnte: „Diesen Partner haben wir bis jetzt aber leider nicht gefunden.“

Das eingeschränkte Angebot ist für die Postkunden misslich. Besonders ärgerlich wird es aber für die Postfachnutzer. Ihnen ist im Februar in einem Kündigungsschreiben mitgeteilt worden, dass es aus „betrieblichen Gründen“ diesen Service ab April nicht mehr geben wird. Für die Dauer von drei Monaten werde man die für das Postfach bestimmten Schreiben noch an die Hausanschrift weiterleiten. In der Zwischenzeit solle man seine Kunden aber über die „geänderte Anschrift“ informieren. „Das heißt in der Praxis: neue Briefbögen und neue Visitenkarten“, sagt Unternehmer Torsten Tödt. Er bedauert nicht nur die Art und Weise, wie die Bevölkerung von dem bevorstehenden Umzug der Postfiliale (nicht) informiert worden sei, sondern vielmehr sieht er auch verkehrstechnische Probleme am neuen Standort in der Bahnhofstraße. Die Filiale befinde sich schließlich ganz in der Nähe der Kreuzung B 495/B 73. Wenn dort die Postkunden an der Straße parken würden, komme es zwangsläufig zu Verkehrsproblemen.

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